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Papst Leo besucht nach der Türkei den Libanon

Papst Leo XIV. traf am 30. November nach einem erfolgreichen Besuch in der Türkei im Rahmen seiner Reise „Selig sind die Friedfertigen“ im Libanon ein. In der Türkei reiste er nach Nicäa, um den 1700. Jahrestag des Konzils von Nicäa zu feiern, auf dem das Nicänische Glaubensbekenntnis festgelegt wurde. Er traf sich mit Präsident Erdogan und dankte ihm für seine Unterstützung bei der Vorbereitung des Besuchs.

Der Frieden im Nahen Osten war ein wichtiges Thema der Gespräche. Der Papst sagte gegenüber Reportern: „Menschen können trotz religiöser Unterschiede, trotz ethnischer Unterschiede, trotz vieler anderer Unterschiede tatsächlich in Frieden leben. Die Türkei selbst hat in ihrer Geschichte verschiedene Momente erlebt, in denen das nicht immer der Fall war, dennoch war es meiner Meinung nach ein wichtiger und lohnender Teil meines Besuchs, diese Erfahrung gemacht zu haben und auch mit Präsident Erdogan über Frieden sprechen zu können.“

Der Papst besuchte die Blaue Moschee, die im 17. Jahrhundert von Sultan Ahmed I. erbaut wurde, und traf sich mit Patriarch Bartholomäus der griechisch-orthodoxen Kirche, mit dem er in der Ostkirche gemeinsam betete. In einer Pressekonferenz wurde der Papst gefragt, ob er mit Erdogan über die Krisen in Gaza und in der Ukraine gesprochen habe. „Natürlich haben wir über beide Situationen gesprochen“, antwortete er. „Der Heilige Stuhl unterstützt seit mehreren Jahren öffentlich den Vorschlag einer Zwei-Staaten-Lösung. Wir alle wissen, dass Israel diese Lösung derzeit noch nicht akzeptiert, aber wir sehen darin die einzige Lösung… Wir sind auch Freunde Israels und versuchen, mit beiden Seiten als vermittelnde Stimme zu fungieren, die dazu beitragen kann, einer Lösung mit Gerechtigkeit für alle näher zu kommen.“ Er habe Erdogan aufgefordert, weiterhin eine aktive Rolle bei der Lösung dieser beiden Krisen zu spielen.

Im Präsidentenpalast in Beirut traf der Papst mit führenden libanesischen Vertretern zusammen und hielt vor Führern der Zivilgesellschaft und des diplomatischen Corps eine bewegende Rede zum Thema „Friedensstifter“. Er lobte die Widerstandsfähigkeit des libanesischen Volkes und rief es auf, immer „die Sprache des Friedens zu sprechen“ und angesichts von Schwierigkeiten nicht aufzugeben.

Das libanesische Volk spreche eine gemeinsame Sprache: „Damit meine ich nicht das levantinische Arabisch, das in der Region gesprochen wird, sondern die Sprache der Hoffnung.“ Das Land solle weiter in seiner Vielfalt geeint bleiben. Friedensstifter müssten bereit sein, „immer wieder neu anzufangen“, denn die Wahrung des Friedens sei eine ständige Aufgabe.

 

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