Papst Benedikt XVI erklärte dem britischen Preminierminister Gordon Brown bei dessen Besuch in Rom am 19. Februar, im Sudan sollte die Priorität auf Friedensbemühungen gerichtet sein. Damit wandte er sich gegen die besonders von britischer Seite vorangetriebene Kampagne des ICC (International Criminal Court), gegen den sudanesischen Präsidenten Omar al Bashir einen Haftbefehl auszustellen.
Die Zeitschrift Sudan Vision berichtete, daß bei dem Treffen im Vatikan hatte, der Papst betont hatte, die britische Regierung müsse sich bemühen, eine positive Rolle in diesem Friedensprozess zu spielen. Dabei betonte er die Bedeutung der vielversprechende Erklärung des guten Willens zwischen dem Sudan und der JEM (Bewegung für Gleichheit und Recht), die international unterstützt wird.
Die Kampagne des ICC sorgt in ganz Afrika für Aufregung. Der ägyptische Präsident Mubarak lehnt eine Inhaftierung Bashirs völlig ab und warnt vor katastrophalen Konsequenzen für den Friedensprozeß im Sudan. Einige afrikanische Länder drohten breits mit ihrem Austritt aus dem ICC, falls Bashir festgenommen werde.
Der ICC kündigte seine endgültige Entscheidung für den 4. März an, eine Zeitverschiebung, die auf Auseindersetzungen in den eigenen Reihen hindeutet.