Wie die "Times" berichtete, könnten bis zu einem Viertel des 700 Mrd. $ Paulson-Pakets britischen Banken zugute kommen. Laut "Times" könnten britische Banken, die nicht weniger als 175 Mrd. Dollar (95.3 bn pounds) von "distress assets" in ihren Büchern haben, bis zu 25% des 700 Mrd. Rettungspakets beanspruchen, wenn sie Zugang zum geplanten Rettungsfonds des US- Finanzministeriums und der Federal Reserve erhalten. Das betrifft die größten britischen Banken. Wie die Times berichtet, handele es sich bei der HSBC um 45 Mrd. pound; bei Barclays – 17.4 Mrd. pound; Royal Bank of Scotland, 16.2 Mrd. pound; HBOS, 13.3 Mrd. pounds; Lloyds TSB, dem jetzt auch HBOS gehört, 3.4 Mrd. pounds.
Damit bestätigt sich die Warnung des US-Ökonomen Lyndon LaRouche, daß amerikanische Steuerzahler offenbar auch ausländische Banken und insbesondere britische Banken für ihre Fehlspekulationen finanzieren sollen. Finanzminister Paulson hat zugegeben, daß ausländische Käufer von amerikanischen hypothekenbesicherten Wertpapieren und anderen faulen Papieren in die geplante Rettungsaktion mit einbezogen werden sollen. LaRouche dazu: "Es ist noch nie in der Geschichte vorgekommen, daß Steuergelder benutzt wurden, um wertlose Papiere ausländischer Investoren auszuzahlen". Es sei "illegal und gegen die Verfassung", auf diese Weise europäische Finanzkreise und insbesondere die britischen Freunde der Bush-Familie zu retten. LaRouche erinnerte daran, daß George H.W. Bush, der Vater des jetzigen Präsidenten, von der Queen den Ritterschlag erhalten habe und das als große Ehre genossen hatte.
Jeder gewählte Vertreter sei zu bedauern, der sich auf ein solches Vorgehen einliesse, denn die amerikanische Bevölkerung werde das nicht tolerieren. Die schlimmsten Alpträume der Menschen seien plötzlich wahrgeworden – die Reichen zu retten und die Armen zu opfern. Die Menschen seien schon im Aufruhr, und zwar nicht als organisiertes Verhalten, sondern "instinktiv".