Seit der verpaßten Chance, rechtzeitig vor der US-Kongreßwahl im November das Glass-Steagall-Trennbankensystem durchzusetzen, sehen wir, wie Lyndon LaRouche gewarnt hatte, nicht nur einen politischen, sondern auch wirtschaftlichen Phasenwechsel. Der weltweite Trend zur Hyperinflation hat sich deutlich verstärkt: Wir erleben jetzt eine Steigerung der Wachstumsrate der Hyperinflation als Folge der endlosen „Bankenrettungspakete".
Die Liquiditätsspritzen der Zentralbanken in das System wurden auf die spekulativen Warenmärkte gelenkt, wo sich die Preise seit 2007 verdoppelt haben. Seit die Federal Reserve im Oktober (unter dem Kürzel QEII) ihren jüngsten Gelddruckplan einleitete, gibt es nur wenige Metalle, Nahrungsmittel und Energieträger, deren Futures oder Derivate nicht zu 50-95% von Banken oder anderen großen Finanzinstitutionen (z.T. sogar mehrfach) monopolisiert („in die Ecke gedrängt") wurden.
Die Federal Reserve nahm eine Änderung in ihrer Buchhaltung vor, um ihren Bankrott zu verschleiern. Sie wird die Verluste bei ihren „Buchgeldern" von 2,6 Billionen, die von toxischen Papieren wie etwa „MBS" dominiert sind, nicht mehr vom eigenen Kapital abschreiben, sondern vielmehr dem US-Schatzamt in Rechnung stellen. Das Schatzamt wird diese Verluste, die auf den Staat abgeladen werden, als langfristige Verbindlichkeiten gegenüber dem Schatzamt behandeln – um sein eigenes Kapital nicht zu gefährden.
Soweit ging die Eurpäische Zentralbank bisher nicht, aber sie hat ihr Kapital verdoppelt, um ihre Bilanz ähnlich wie die Fed ausweiten zu können. Außerdem hat laut offiziellen Daten die EZB in der zweiten Januarwoche ihre Wertpapierkäufe um eine ganze Größenordnung gesteigert: Während sich das Volumen dieser Käufe in der vorhergehenden Woche noch auf Millionen von Euros belief, sprangen sie dann auf 7,6 Mrd. Euro. Der gesamte „Wertpapier"-Bestand der EZB beläuft sich nun auf 76,7 Mrd. Euro.
Noch ominöser ist, daß die EZB die Vorgaben ihres eigenen Statuts umgeht, indem sie anderen Zentralbanken der Eurozone erlaubt, die Gelddruckerpressen anzuwerfen, um die maroden Banken zu stützen! Wie der irische Independent am 15.1. berichtete, begann die Irische Zentralbank (ICB), als der EZB zwischen Ende November und Ende Dezember 2010 die „Knete" ausging, eigene Euros zu drucken und den irischen Banken zu „leihen". Die ICB druckte 51 Mrd. Euro, zusätzlich zu den 132 Mrd. Euro, die sie bereits von der EZB geborgt hatte, sodaß die Gesamtsumme nun bei 110% des irischen BIP liegt. Wie Jack Barnes in Business Insider schrieb, haben die Iren den „Rubicon überschritten". Dies werde man in Deutschland nicht übersehen, „wo man sich jetzt selbst von Nachbarn umgeben sieht, die die Möglichkeit haben, nach Bedarf Euros zu drucken." Die Frage stellt sich: Haben die anderen Zentralbanken der Eurozone auch schon den Rubicon überschritten?
Es führt kein Weg an Glass-Steagall, dem Trennbankensystem vorbei. Der Giftmüll muß eliminiert und darf nicht durch Steuerzahlergeld und Gelddruckerei bezahlt werden. Deshalb: Unterstützen Sie die [url:“node/4320″]Mobilisierung der BüSo für ein Trennbankensystem,[/url] bevor die [url:“artikel/hyperinflation-droht-wie-weimar-1923-industriekredit-statt-monopoly-geld“]Hyperinflation alle Dämme sprengt![/url]