Die „New York Times“ veröffentlichte am 29.5. einen alarmierenden Bericht über Präsident Barack Obama und von ihm persönlich abgesegnete „geheime Tötungslisten“. Die Autoren Jo Becker und Scott Shane, die dafür 36 jetzige und frühere Mitarbeiter des Präsidenten befragt hatten, erinnern daran, daß Obama einst ein liberaler Rechtsprofessor war, der sich gegen den Irakkrieg und Folter einsetzte. Das habe sich grundlegend geändert. Der Präsident studiere die einzelnen Fälle genau und behalte sich selbst die letzte Entscheidung darüber vor, wer als nächstes zu töten sei.
Die „New York Times“ veröffentlichte am 29.5. einen alarmierenden Bericht über Präsident Barack Obama und von ihm persönlich abgesegnete „geheime Tötungslisten“. Die Autoren Jo Becker und Scott Shane, die dafür 36 jetzige und frühere Mitarbeiter des Präsidenten befragt hatten, erinnern daran, daß Obama einst ein liberaler Rechtsprofessor war, der sich gegen den Irakkrieg und Folter einsetzte. Das habe sich grundlegend geändert. Der Präsident studiere die einzelnen Fälle genau und behalte sich selbst die letzte Entscheidung darüber vor, wer als nächstes zu töten sei.
Die befragten Mitarbeiter bestätigten auch die Existenz einer seit langem angeprangerten Praxis, die im Weißen Haus unter Obama üblich sei: Um Probleme zu vermeiden, die sich bei der Inhaftierung von Terroristen wie z.B. in Guantanamo stellen, ziehe man es vor, die Beschuldigten gleich zu töten, anstatt sie gefangen zu nehmen. „Während Dutzende von Verdächtigen unter Obama getötet wurden, wurde nur ein einziger in amerikanische Haft genommen“, berichten die Autoren.
Cameron Munter, der erst kürzlich von seinem Posten als amerikanischer Botschafter in Pakistan zurücktrat, wird zitiert, „es sei ihm nicht klar gewesen, daß seine Hauptaufgabe darin bestehen würde, Menschen zu töten“. Der frühere Nationale Geheimdienstdirektor Admiral Dennis Blair, der vom Präsidenten entlassen wurde, sagte, das Weiße Haus konzentriere sich völlig auf die Drohneneinsätze, zu Lasten einer langfristigen, wirklichen Strategie, was ihn an die Obsession mit dem „Leichenzählen in Vietnam“ erinnere.
Viele Analytiker können kaum glauben, wie wenige zivile Opfer vom Weißen Haus als „Kollateralschäden“ genannt werden. Mehrere Regierungsbeamte sagen, dies liege daran, daß sämtliche männlichen Opfer im wehrdienstfähigen Alter als Kombattanten gezählt würden, wenn nicht ausdrücklich das Gegenteil nachgewiesen werde. Dies habe zu Protesten von Regierungsbeamten geführt.
Sehen Sie zu den Entwicklungen in den USA die Hintergrunddokumentation der BüSo:
NDAA 2012 – Ermächtigungsgesetz in den USA?
http://www.bueso.de/node/5343