Republikaner gehen wegen des Iran-Kriegs an die Öffentlichkeit

26.03.2026
Republikaner gehen wegen des Iran-Kriegs an die Öffentlichkeit klaus 26.03.2026

Nach der nicht öffentlichen Unterrichtung hochrangiger Verteidigungspolitiker des Repräsentantenhauses und des Senats am 25. März sagte der Vorsitzende des Ausschusses für Streitkräfte des US-Repräsentantenhauses, Mike Rogers (Alabama, Rep.), gegenüber Reportern: „Wir wollen mehr darüber wissen, was vor sich geht, welche Optionen es gibt und warum sie in Betracht gezogen werden. Und wir bekommen nicht genug Antworten auf diese Fragen.“ Rogers war ursprünglich einer der leidenschaftlichsten Verfechter von US-Präsident Donald Trump in Bezug auf einen militärischen Angriff auf den Iran.

„Wir wollten einfach nur, dass sie uns sagen, wie der Plan aussieht, und wir haben keine Antworten erhalten“, sagte Rogers. „Ich verstehe, dass sie uns keine konkreten operativen Details geben können und auch nicht geben sollten. Aber generell sollte das, was wir bekommen, mehr Substanz erhalten.“ Er verabschiedete sich von der Regierung mit einer direkten Warnung: „Ich habe ihnen am Ende dieser Anhörung mitgeteilt, dass dies Konsequenzen haben wird, wenn sie das nicht korrigieren.“

Die Abgeordnete Nancy Mace (South Carolina/Rep.), eine weitere starke Trump-Unterstützerin bezüglich des Iran-Kriegs, schrieb auf X, dass sie „keine Bodentruppen im Iran unterstützen werde, erst recht nicht nach dieser Unterrichtung“. In einem Folgebeitrag schrieb sie: „Die Rechtfertigungen, die der amerikanischen Öffentlichkeit für den Krieg im Iran präsentiert wurden, entsprachen nicht denselben militärischen Zielen, über die wir heute im Streitkräfteausschuss des Repräsentantenhauses informiert wurden. Diese Diskrepanz ist zutiefst beunruhigend. Je länger dieser Krieg andauert, desto schneller wird er die Unterstützung des Kongresses und des amerikanischen Volkes verlieren.“

Anschließend trat sie in der CBS-News-Sendung „The Takeout“ auf, um die „Kriegsmaschinerie in Washington“ anzugreifen, also jene, die versuchen, den Krieg in die Länge zu ziehen – namentlich Senator Lindsey Graham. Sie kündigte an, sich den Demokraten bei einer Abstimmung über eine Resolution zur Kriegsmacht zwar nicht anschließen zu wollen, ließ jedoch durchblicken, dass dies durchaus noch geschehen könne.

Anscheinend war sie von dem Plan der Regierung überrascht worden, zusätzliche Mittel in Höhe von 200 Milliarden Dollar für eine Militäroperation zu beantragen, die nicht länger als ein paar Wochen dauern sollte. Kriegsminister Pete Hegseth hatte das als unverzichtbar bezeichnet, da es „Geld kostet, die Bösen zu töten“.

Am 26. März berichtet die „Daily Mail“ unter Berufung auf einen US-Abgeordneten, es seien drei militärische Ziele vorgestellt worden: die Insel Kharg, Irans entscheidender Öl-Exportknotenpunkt, das Nuklearmaterial des Landes und ein Regimewechsel. Laut diesem Abgeordneten seien die Pläne, insbesondere in Bezug auf die Insel Kharg und Bodentruppen, „atemberaubend“ und würden „einen umhauen“.

Quelle: eirna.de

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