Der weltweite Drogenmarkt ist riesig. „Wenn Sie landwirtschaftliche Produkte hernehmen, sogar der wichtigste. … Im Straßenverkauf schätzen wir das Volumen auf über 320
Milliarden Dollar“ berichtete Antonio Maria Costa, der Direktor der UN-Abteilung für Drogen und Verbrechen (UNDOC) in einem Interview mit Profil. Dieser riesige Handel finanziere nicht nur Terrororganisationen wie die afghanische Taliban oder die kolumbianische FARC, sondern liefere auch die Liquidität um einige bankrotte Finanzinstitute zu retten.
Costa äußerte sich auch sehr kritisch gegenüber des britischen Vorgehens, afghanisches Opium für medizinische Zwecke aufzukaufen, was innerhalb eines Jahres zu einer
Verdopplung der Opiumproduktion führte.
Weiter berichtete Costa, daß der Drogenmarkt der einzige Markt sein könnte, der nicht von der Wirtschaftskrise betroffen sei. „Drogenhandel ist im Moment möglicherweise die einzige Wachstumsbranche mit wenig Arbeitslosigkeit.“ Ein Teil des Geldes fließe wieder in illegale Aktivitäten wie Bestechung von
Politikern, Wahlfälschung oder die Finanzierung von Terror und Bürgerkriegen.
Der Rest des Geldes würde gewaschen und fließe in die legale Wirtschaft: „Wir wissen nicht, wie viel, aber das Volumen ist stattlich. … Es sieht aus, als seien Interbank-Kredite durch Geldmittel finanziert worden, die aus dem Drogenhandel
und anderen illegalen Aktivitäten kommen. Es ist natürlich schwer, das zu beweisen, aber es gibt Hinweise, daß manche Banken auf diese Art und Weise gerettet wurden.“
Da die elektronische Überwachung von Banktransaktionen es unmöglich machten die Drogengelder direkt einzuzahlen, beispielsweise um einen Bankrott zu verhindern, werde ein indirekter Weg gewählt. „Kriminelle bunkern ihr illegales Geld inzwischen vielfach in Cash-Summen, die in hunderte Millionen Dollar gehen.“ Dieses „liquide Investmentkapital“ werde dann genutzt, um z. B. Immobilien zu kaufen. Soweit die Äußerungen des obersten UN-Drogenbekämpfers.
Und was ist die Moral von der Geschicht‘?
Drogenkonsum hat nichts mit Genuß oder persönlicher Freiheit zu tun! Drogenlegalisierung ist eine klare Absage zu erteilen. Der Krieg gegen Rauschgift muß Hand in Hand mit einer Bankrottreorganisierung des Weltfinanzsystems gehen! Das sind auch die Maßnahmen um Terrororganisationen wie FARC oder Al Kaida den Garaus zu machen.
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mehr über die Verbindungen zwischen Drogenpuschern, Terror und Imperialismus
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[url:“http://www.profil.at/articles/0905/560/231884/der-suchtgiftmarkt-zeiten-krise-un-drogenbekaempfer-costa-interview]Das
Interview mit Antonio Costa kann hier nachgelesen werden.[/url]