Eine Rooseveltsche Politik ist für Rußland notwendig!

31.03.2008
Eine Rooseveltsche Politik ist für Rußland notwendig! admin 31.03.2008

Der Analyst Jewgenij Komissartschuk vom Moskauer "Realistenklub" und dem "Kollegium militärischer Experten" hat am 24. März auf der Webseite iamik.ru eine wichtige Einschätzung zum Stand der russischen Politik veröffentlicht. Der Überschrift Komissartschuks Artikel zufolge ist eine "Weitere Intensivierung der ‚Roosevelt Politik‘ für die zukünftige russische Regierung notwendig."

Er schreibt, daß nach den Ausschweifungen der vermeintlichen "Demokratisierung" während der 90er Jahre die wichtigste Wende in der Amtszeit Wladimir Putins kam, als Franklin Roosevelt "unser ideologischer Verbündeter" wurde, wie dies der Mitarbeiter im Kreml, Wladislav Surkow, ausdrückte. Komissartschuk zitiert Surkow, der, wie allgemein in Moskau angenommen wird, seinen Posten im Kreml auch unter dem neuen Präsidenten Dimitrij Medwedjew behalten wird. Surkow sehe die aktuelle Bedeutung von Roosevelts Kampf gegen die Oligarchie in den 30er Jahren darin, daß  Roosevelt verstanden habe, daß "die Finanzmonopole, spekulatives Kapital und skrupellose Geschäftsleute im Bankenbereich … versuchten die Regierung zu übernehmen und  eine Willkürherrschaft zu errichten."

Natürlich, bemerkt Komissartschuk, habe Dimitrij Medwedjew den Ruf eines "Liberalen". Aber warum sollte man einem neuen Präsidenten solch ein Etikett aufdrücken? Letztendlich würde die Politik des Landes nicht so sehr von D. A. Medwedjew geschrieben werden, sondern von dem Leben selbst. Die Stärke und das Wohlergehen des Landes werde von dem Grad des Einflusses der "Rooseveltianer" auf die russische Politik abhängen.

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