Die russische "Antidrogen-Front" hat George Soros auf ihre Schwarze Liste von pro-Drogen Persönlichkeiten gesetzt. In einem Artikel beschreiben sie seine Finanzierung von Drogenlegalisierungskampagen, z.B. seine Rolle bei der Gründung des pro-Legalisierungs Lindesmith Center, das sich seit Anfang der 90er Jahre in seinem Open Society Institute befindet.
Zudem zitiert die Webseite eine Veröffentlichung des russischen Magazins „Who is Who“ von 1997, demzufolge der "Londoner Finanzapparat", den Soros repräsentiere, auch hinter der "Übernahme von kriminellen Strukturen in Kolumbien" stünde. In diesem Zusammenhang wird über eine Verbindung zwischen Soros, Banco Andino und der Banco de Columbia, die mit Drogengeldwäsche in Verbindung gebracht wurden, berichtet. Der Artikel behauptet, es gebe auch Verbindungen zu "bewaffneten Organisationen, die, wenn sie nicht gerade mit Terrorismus beschäftigt sind, Drogenanbau und Drogenlabore sichern.“
Soros selbst hat sich in der vergangenen Woche in der russischen Presse mit Artikeln gegen Rußland hervorgetan. In einem Artikel vom 10.2. in der Tageszeitung Vedomosti sprach er sich für eine massive Ausgabe von IWF-Sonderziehungsrechten (SDRs) als neue Weltwährung aus; weitere Artikel am 12. und 16.2. erschienen im Rahmen von Projekt Syndicate. Vedomosti hängt mit der Londoner Financial Times und dem Wall Street Journal zusammen. In den anderen Artikeln spielte Soros auf die Schwäche Rußlands nach dem Ölpreissturz an.
In einem der Artikel "Eine Alternative zur Geopolitik: das russische Problem" rief Soros Europa dazu auf, sich gegen die "geopolitische Bedrohung aus Rußland" zur Wehr zu setzen, das wieder "agressiv und aktiv" geworden sei. Europa solle sich auf dem Gebiet der Energieversorgung zusammenschließen und endlich nationale Alleingänge über Bord werfen, und stattdessen "einen supranationalen Regulierer" einführen.
Es scheint, daß eingie Leute in Rußland von solchen Tönen nicht sehr begeistert sind.