Die russische Presse berichtete gestern, das russische Kabinett habe am Donnerstag einen strategischen Entwicklungsplan verabschiedet, der Investitionen in Höhe von 13 Billionen Rubel (506 Milliarden Dollar) vorsieht, um seine Infrastruktur instandzusetzen und die Bahnverbindungen zu den größten Häfen und Geschäftszentren des Landes bis 2030 auszuweiten. Dies schließt die geplante Bahnverbindung zur Beringstrasse ein, die zum geplanten Tunnel nach Alaska führen wird.
Das Programm zielt auf die Verbesserung der Effizienz des Bahnnetzwerkes und der Qualität der Dienstleistung ab, berichtete die Russische Bahngesellschaft (RZD) in einem Kommentar auf ihrer Webseite. RZD-Vorsitzender Wladimir Jakunin hatte den Planbereits am Dienstag bei einem Treffen mit Präsident Wladimir Putin bekanntgegeben.
Laut dem Programm werden etliche der veralteten Bahnwaggons und sonstigen Gleisfahrzeuge der Gesellschaft ersetzt, und bis 2015 sollen 6000 km neue Schienenwege einschließlich Hochgeschwindigkeitsstrecken gebaut werden. Weitere 15.800 Kilometer Bahnstrecken sind bis 2030 geplant, etwa die 3500 kilometerlange Strecke zur Beringstraße und eine Verbindung zwischen der Insel Sachalin und dem Festland. Jakunin sagte, der größte Teil der neuen Bahnentwicklung werde in den östlichen Gebieten stattfinden, so daß „wir eine beschleunigte Entwicklung von Ostsibirien und Rußlands Fernem Osten erreichen werden, der eine Bevölkerung von über 18 Millionen Menschen haben wird. Wir werden die notwendigen Bedingungen schaffen, um Kohlevorkommen mit einem jährlichen Ertrag von 65 Millionen Tonnen zu entwickeln und 10 Millionen Tonnen von Eisenerz in 2030 zu produzieren, sowie der Entwicklung von neuen Öl- und Gasfeldern starken Schub verleihen.“