Russischer Eisenbahnchef Jakunin fordert Überwindung der Krise durch Infrastruktur

08.06.2010
Russischer Eisenbahnchef Jakunin fordert Überwindung der Krise durch Infrastruktur admin 08.06.2010

Der Chef der Russischen Eisenbahnen, Wladimir Jakunin, hat erneut die auf die Realwirtschaft bezogene Art von Investitionspolitik dargelegt, die Rußland wirklich braucht – im Gegensatz zu dem albernen Plan einer Nachahmung von „Silicon Valley", den Rosnano-Chef Anatoli Tschubais und seine Anhänger im Dienste der Londoner City und der Wall Street betreiben und für die sie versuchen, Präsident Medwedew zu gewinnen.   Tschubais ist ein Hauptrepräsentant des Monetarismus der britischen Schule in Rußland während der vergangenen zwei Jahrzehnte.

In einem Interview des staatlichen Fernsehsenders RTR Vesti am 27.5. sagte Jakunin, Ministerpräsident Wladimir Putin teile das Konzept des Investitionsprogrammes der  Russischen Eisenbahnen „als eine Art Lokomotive" für die Wirtschaft. „Insgesamt gesehen ist die Infrastruktur der Bereich der entscheidenden wirtschaftlichen Ziele von Gesellschaft und Staat… Wenn wir diese Krise nicht durch Infrastruktur überwinden, dann weiß ich nicht, wie wir sie sonst überwinden sollen."

"Stagnation kann nur durch spezifische Maßnahmen überwunden werden, die sich an Entwicklung orientieren. Man kann nicht auf seinem Geld sitzen, auf seinem Sparschwein, und sich einbilden, daß sich jetzt alles stabilisiert und die Märkte jederzeit wieder anziehen und wir einen höheren Preis erzielen können. Wir verlieren Zeit. Wir müssen investieren und zwar in vielversprechende Bereiche. Die vielversprechenden Bereiche unter Krisenbedingungen, das zeigte die amerikanische Krise der 1930er Jahre, sind Infrastruktur, Arbeitsplätze und – das steht außer Frage –  Investitionen in das ,Humankapital‘, wie man es heutzutage nennt: Bildung und Jugend."

Während einer Eisenbahnkonferenz in Sotschi in der letzten Maiwoche kündigte das Management der Russischen Eisenbahnen an, daß sie 221 neue Güterlokomotiven und 200 Passagierzüge bestellen. Das Unternehmen prüft auch das Projekt einer Hochgeschwindigkeitsstrecke Moskau-Kiew. Seit Dezember letzten Jahres verkehren von Siemens gebaute Sapsan- Hochgeschwindigkeitszüge zwischen Moskau und St. Petersburg.

Das ist nur ein kleiner Vorgeschmack auf die Möglichkeiten für die deutsche Industrie und für die Schaffung von Millionen hochqualifizierter Arbeitsplätze, die sich aus der Verwirklichung der  "Eurasischen Landbrücke" ergäben, für die Helga Zepp-LaRouche seit mehr als 15 Jahren

eintritt. Ein neues weltweites System souveränen Staatskredits für produktive Investitionen statt Milliarden für bankrotte Spekulanten kann dafür die Voraussetzungen schaffen.

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