Am Rande des Treffens der Energieminister der G-8 in Rom am 25. Mai sprach der russische Energieminister Shmatko von einem Verbot von Derivaten auf Mineralöl. Stattdessen sollte man Rohstoffverträge zwischen Nationen für langfristige Entwicklung vereinbaren – ein solcher Vorschlag kam bisher nur von Lyndon LaRouche.
In einem Interview, das Corriere della Sera mit Shmatko führte, sagte dieser, wenn man mit einem einzelnen rohstofferzeugenden Land verhandele, gebe das die Möglichkeit, "kreative Finanzpolitik" zu verhüten. Es sei schwierig, den Markt zu regulieren. "Zum Beispiel werden Derivate nicht an der New Yorker Börse gehandelt, wohl aber an der Londoner Börse. Ich denke, Rußland würde als eine vorläufige Krisenmaßnahme auf Regierungsebene einem Verbot solcher Finanzinstrumente zustimmen.“
Das sei aber nicht genug, um zu verhindern, daß Öl wieder über den Preis von 100 Dollar pro Faß steigt. „Wir brauchen langfristige Versorgungsverträge zwischen Erzeugern und Konsumenten um Preisschwankungen zu verhindern.“
Rußland habe einen Vertrag mit China zu Lieferung mit Erdöl bis 2030. Insgesamt sei die Zusammenarbeit mit Europa nicht sehr zufriedenstellend. Shmatko bezeichnete Italien als "zuverlässlichsten Partner.“ Erst kürzlich wurden wichtige Verträge zwischen Italien und Rußland beschlossen. „… jetzt sind wir bereit, auch im Bereich der Kernenergie zusammen zu arbeiten.“ Man würde gern "die Zusammenarbeit auf eine höhere politische Ebene bringen“.