Russland und China arbeiten bei Entwicklung schwimmender Kernkraftwerke zusammen

09.12.2011
Russland und China arbeiten bei Entwicklung schwimmender Kernkraftwerke zusammen elke 09.12.2011

China und Russland hielten Ende November ihre erste gemeinsame Tagung in China über ihre bilaterale Zusammenarbeit bei der Entwicklung und dem Einsatz kleiner schwimmender Kernkraftwerke ab, die Russland für den einheimischen Gebrauch und den Export entwickelt. Schon seit längerem haben die Chinesen ihr Interesse an dieser Technik bekundet. Jetzt gibt es konkrete Anfragen und Vorschläge für eine praktischen Anwendung, wie „World Nuclear News“ berichtet. Bei dem Treffen waren Vertreter des russischen Kernkraftbetreibers Rosenergoatom, die Planungsfirma für die schwimmenden Anlagen, OKBM Afrikantov, sowie von Chinas nationaler Kernkraftfirma (National Nuclear Corp.) und dem chinesischen Institut für Kernenergie anwesend. Im Mai soll ein weiteres Treffen stattfinden.

Sowohl China als auch Russland sind interessiert daran, diese kleinen eigenständigen 50 MW-Reaktoren einzusetzen, um elektrischen Strom in entfernte Regionen bringen zu können. Die Elektrizität kann teilweise genutzt werden, um Wasser zu entsalzen. China ist auch interessiert an Strom für Öl- und Gasplattformen im Meer und am nukleare Antrieb großer Cargoschiffe.

Beide Länder haben über Jahre hinweg gemeinsam an wegweisenden Techniken gearbeitet, einschließlich der Entwicklung von Schnellen Brütern. Bei dem Treffen wurde auch über eine Zusammenarbeit bei Kernenergie-Anlagen im Weltall diskutiert; Russland wird Wärmekraftsysteme an China liefern, bei denen Radio-Isotope eingesetzt werden. Die Abklingwärme der Isotope wird dabei in Energie umgesetzt, um für Missionen im äußeren Weltall Strom zu gewinnen, wo Solaranlagen nicht geeignet sind.

Das ist die Art von Projekten, an denen auch Deutschland mitarbeiten sollte, statt sich – und andere – mit dem Atomaustieg ins Mittelalter zurückzustürzen.

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