Bei der dreitägigen Reise des neuen russischen Präsidenten Dmitri Medwedjew vom 22.-24.5. nach Kasachstan und China stand die Bedeutung von Wissenschaft und moderner Technik für die Zukunft der Menschheit im Mittelpunkt. Vor Studenten der Pekinger Universität sagte Medwedjew, mit ihren gezielten Bemühungen um Bildung und Wissenschaft hätten die beiden Länder das Potential zur Lösung der „ernsten globalen Herausforderungen, vor denen die Menschheit heute steht: dazu gehören die Verfügbarkeit von Energie, Überwindung der Armut, Tragfähigkeit der Weltfinanzmärkte und Sicherung der Nahrungsmittelversorgung." Rußland und China bereiteten sich auf einen zukünftigen "Durchbruch auf der Grundlage der technischen Modernisierung für unsere Gesellschaften insgesamt" vor. Die Russen seien sich der historischen Meilensteine der Entwicklung Rußlands bewußt: „die großen Entdeckungen, die von den größten Geistern unseres Landes gemacht wurden".
Medwedjew nannte die russisch-chinesische Zusammenarbeit einen „ein Schlüsselfaktor für internationale Sicherheit", auch wen dies einigen Leuten nicht gefalle. In der gemeinsamen Erklärung vom 23.5. von Medwedjew und Chinas Präsident Hu Jintao heißt es, da die Weltwirtschaft zunehmend unausgeglichener werde und ständig neue Gefahren und Herausforderungen aufträten, müßten alle Nationen zusammenarbeiten, um für eine internationale Sicherheitsordnung zu sorgen, die den Anforderungen der Zeit und dem gemeinsamen Interesse aller Länder entsprechen. Beide Präsidenten sprachen sich gegen die geplante US-Raketenabwehr und gegen die Militarisierung des Weltraums aus.
Rußland und China schlossen Verträge über insgesamt 1 Mrd.$ ab, unter anderem zum Bau einer Uran-Anreicherungsanlage in China. In der gemeinsamen Erklärung heißt es, die Kernenergie sei ein Bereich vorrangiger wirtschaftlicher Zusammenarbeit, es werde aber auch Kooperation in anderen High-Tech-Bereichen wie Flugzeugbau, Raumfahrt, Informationstechnik und Nanotechnik geben.