Russland erkennt Israels ausgeglichene Politik zur Georgienkrise an

30.08.2008
Russland erkennt Israels ausgeglichene Politik zur Georgienkrise an admin 30.08.2008

Israel erwägt, als Teil der Bemühungen, seine ausgeglichene Politik während der Georgienkrise aufrecht zu erhalten, Hilfe nach Nord- Ossetien zu schicken. Im Gegensatz zu Großbritanien, Deutschland und den Vereinigten Staaten hat sich Israel zur Anerkennung der Unabhängigkeit von Ossetien und Abkhazien durch Russland nicht öffentlich geäußert, noch ist eine solche Stellungnahme für die Zukunft geplant. Laut "Jerusalem Post" hält Israel eine ausgeglichene Politik für sinnvoll, da es "entscheidende strategische Interessen" an einem guten Verhältnis mit Moskau habe.

In einem Interview mit der "Jerusalem Post" sprach sich der Diplomatische Geschäftsleiter der Russischen Botschaft in Tel Aviv, Anatoly Yorkuv, anerkennend über die israelische Politik während der Georgienkrise aus. Rußland würdige Jerusalems "Ausgeglichenheit" und "Zurückhaltung", was einen sehr positiven Effekt auf die russisch-israelischen Beziehungen haben werde.  

Er bestätigte, daß Israel schon Wochen vor Ausbruch der Kämpfe den Verkauf von Offensivwaffen an Georgien gestoppt habe und seither keine Waffenverkäufe an Georgien mehr laufen.

Yurkov gab außerdem bekannt, daß Israel mit Russland über die Möglichkeit diskutiert, Flüchtlingen aus Südossetien, die sich nun in Nordossetien aufhalten, Hilfslieferungen, einschließlich medizinischer Hilfe,  zu schicken. Yurkov sagte, der Symbolgehalt dieser Geste sei noch wichtiger als die Hilfe selbst.

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