Sachsen-Anhalt: Deutsches Establishment verwechselt Ursache und Wirkung

09.09.2026
Sachsen-Anhalt: Deutsches Establishment verwechselt Ursache und Wirkung klaus 09.09.2026

Die anhaltende Hysterie unter führenden Vertretern der deutschen Politik und Wirtschaft über das Wahlergebnis der AfD in Sachsen-Anhalt drückt sich in einer Flut von Warnungen aus, eine von der AfD geführte neue Landesregierung könnte Investoren abschrecken, weil sie befürchten, die Partei könnte ihre Polemik gegen die Europäische Union und den Euro verschärfen und Russland Einfluss auf die deutsche Politik ermöglichen.

Währenddessen wandert die deutsche Industrie – und das wegen zu hoher Energiekosten (Stichwort u.a. Nordstream) massenhaft ab, oder macht einfach dicht.

Obwohl er sich ebenfalls dem Chor der EU- und Euro-Befürworter anschließt, vertritt der ehemalige Siemens-Vorstandsvorsitzende Joe Kaeser eine etwas differenziertere Sichtweise zum Umgang mit der AfD in Sachsen-Anhalt. Gegenüber dem Business Insider Deutschland erklärte er: „Ich wünsche mir vom größten Wahlverlierer, nämlich der CDU, die Kräfte jetzt zu bündeln und in Bund und Land darüber zu sprechen, wie man sich inhaltlich und kommunikativ verbessert, anstatt über eigene Koalitionsbildungen in Sachsen-Anhalt zu halluzinieren.“ Entweder gebe es eine Minderheitsregierung oder eine Neuwahl, so Kaeser. „Aber dieses autistische Weiter-so legt sich wie ein grauer Schleier über das ganze Land und auch auf das Ansehen Deutschlands in der Welt.“

Kaeser erklärte, die Stimmen für die AfD zeigten, „wie sich das Volk von den etablierten Parteien behandelt fühlt“. Das Wahlprogramm der Partei habe jedoch gezeigt, dass sie „die völlig falsche Partei“ sei.

Quelle: eirna.de

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