Der französische Präsident Nicholas Sarkozy beabsichtigt, den Vertrag von
Lissabon für die Einführung einer neuen, supranationalen
Elite-Armee zu nutzen.
Im Falle der Ratifizierung des Vertrages seitens der 27 EU-Mitgliedsstaaten würde
Sarkozy, zusammen mit den 5 anderen größten EU-Staaten, eine 60.000-Mann
starke und technisch hochaufgerüstete Militärstreitkraft aufbauen. Dies berichtete European Voice und
bestätigt ähnliche Berichterstattung der russischen Nachrichtenagentur RIA Novosti.
Laut Sarkozys Plan müßten Frankreich, Deutschland, Italien, Polen, Spanien und
Großbritannien ihren jeweiligen Verteidigungsetat bei mindestens 2 Prozent des
Bruttoinlandsproduktes halten. Das Geld würde dann durch ein gemeinsames
Beschaffungsprogramm ausgegeben werden. Sarkozy befürwortet auch, daß die
einzelnen Länder ihre ausländischen Militärbasen gemeinsam nutzen. Er hat vor,
die neue Streitkraft als “europäischen Stützpfeiler” der NATO auszubauen und wird
diese Idee mit dem britischen Premierminister Gordon Brown auf einem
Gipfeltreffen Ende März diskutieren.