15. Juli 2007 (LPAC)—Ein hoher US-Offizier in Bagdad hat erklärt, die Hälfte der ausländischen Kämpfer in Irak seien Saudis, und im „schlimmsten Fall“ könne dies bedeuten, daß die saudiarabische Regierung den Aufstand anheize, der amerikanische Soldaten und irakische Zivilisten tötet. The [i]Los Angeles Times[/i] berichtete am 15. Juli an prominenter Stelle, „45% aller ausländischen Kämpfer, die es auf US-Truppen und irakische Zivilisten und Sicherheitskräfte abzielen, kommen aus Saudi Arabien, 15% aus Syrien und Libanon und 10% aus Nordafrika.“ Der US-Offizier erzählte den Reportern auch, man vermute auch, daß „mehr saudi-arabische Kämpfer Selbstmord-Bombenattentate verübt haben als Angehörige anderer Nationen“, und daß 50% aller Saudi-Kämpfer als Selbstmordattentäter in den Irak kommen. In den letzten sechs Monaten seien mindestens 4000 Iraker bei Bombenattentaten getötet oder verletzt worden. Wie der Bagdad-Kossespondent der[i] Los Angeles Times,[/i] Ned Parker, anmerkt, brachte diese Lage das US-Militär in die heikle Position, gegen einen Feind kämpfen zu müssen, dessen Hauptqulle an ausländischen Kämpfern ein wesentlicher Verbündeter sei, der bestensfalls nicht fähig sei, seine Bürger davon abzuhalten, blutige Angriffe in Irak zu unternehmen, und schlimmstenfalls einen Komplizen der Mission von Extremisten darstelle, die Angriffe auf US-Streitkräfte, irakische Zivilisten und die schiitisch geführte Regierung in Bagdad verüben.
Tatsächlich haben Quellen in Washingtoner Nachrichtendienstkreisen [i]Executive Intelligence Review[/i] (EIR) berichtet, daß die Saudi-Regierung - insbesondere der nationale Sicherheitsberater Prinz Bandar bin Sultan - direkt an der Finanzierung von „Al Quaida II“ beteiligt war, einem vor allem aus sunnitischen Stämmen rekrutierten Apparat fundamentalistischer Wahabiten. Laut der Quelle steht „Al-Quaida II“ der Bin-Laden-Organisation nicht nahe, aber ist jetzt besser bewaffnet, besser finanziert und stellt für die amerikanischen Streitkräften sowie das irakische Regime eine größere Gefahr dar; ihre Hauptsponsoren seien Teile der saudischen Regierung.
Ein hochrangiger amerikanischer Geheimdienstoffizier berichtete auch, ein Abgesandter von Prinz Bandar habe das gerade beendete Treffen der Volksmudschaheddin (Mujahideen-e Khalq, MEK) außerhalb von Paris besucht und mit mindestens 750.000 $ unterstützt. Die MEK führt seit einigen Jahren verdeckte Operationen im Iran aus, und sein Hauptquartier, Camp Ashraf bei Bagdad, sei zwar angeblich ein Gefangenenlager, Augenzeugenberichten zufolge jedoch in Wirklichkeit eine voll einsatzfähige militärische Anlage. Die MEK stehen auf der Liste internationaler Terrororganisationen des US-Außenministeriums. Trotzdem warben führende amerikanische Neokons, darunter Daniel Pipes, der an dem jüngsten MEK-Kongreß in Frankreich teilnahm, für ihre Streichung von der Terrorliste und für eine formelle Unterstützung der MEK durch die US-Regierung.
Die Bürgerrechtsbewegung Solidarität erhält ihre Finanzmittel weder durch staatliche Parteienfinanzierung noch von großen kommerziellen Geldgebern. Wir finanzieren uns ausschließlich durch Mitgliedsbeiträge und Spenden,
deshalb brauchen wir Ihre Unterstützung!
JETZT UNTERSTÜTZEN