In der heutigen
Ausgabe des Le Figaro werden außergewöhnliche Bermerkungen von führenden
saudischen Persönlichkeiten berichtet, die darauf hinweisen, daß diese Personen,
u.a. auch der saudische Prinz Bandar, wissen, daß ein Angriff auf den Iran
durch die Bush/ Cheney Regierung "im Gange ist". Die amerikanischen Führer Lyndon LaRouche, Abgeordneter Dennis
Kucinich und Nachrichtendienstveteran Ray McGovern haben in den letzten Tagen
davor gewarnt, daß ein solcher Angriff nur durch ein Amtsenthebungsverfahren
gegen Vizepräsident Dick Cheney verhindert werden kann. Darauf sagte
LaRouche heute: "Wenn ein Irankrieg angefangen wird, wird Nancy Pelosi die
Schuld tragen, weil dieser Angriff ohne eine Amtsenthebung von Dick Cheney
nicht aufzuhalten ist und Nancy Pelosie Handlungen zur Amtsenthebung blockiert
hat."
Unter der Überschrift "Riad besorgt über einen amerikanischen Angriff auf
Iran" fängt der Artikel mit den folgenden Worten an: "Die Saudis haben sich aus Furcht vor
Vergeltungsschlägen gegen ihre Ölanlagen durch Teheran Moskau genähert, auf
das Iran in dieser Atomkrise hören wird."
Der
Sondergesandte des Le Figaro in Riad schreibt, nachdem die Saudis eine
diplomatische Lösung unterstützt haben, scheint es nun, als ob sie sich einer "Unvermeidbarkeit
eines amerikanischen Krieges gegen den Iran ergeben haben." Der saudischen
Minister für Sozialangelegenheiten Abdel Mohsen Hakas sagte: "Wir kommen einer
Konfrontation näher und näher." Prinz Bandars rechte Hand, Rihad Massoud, verkündete: "Der Ton George Bushes läßt uns in Betracht ziehen, daß er schon entschieden
hat, was er tun wird."
Während die
saudische Monarchie offiziell gegen einen neuen Konflikt ist, würde man, wenn man dazu aufgefordert werden würde, einen Militärschlag aus taktischen Gründen unterstützen. Man fürchtet den wachsenden Einfluß Irans und etwaige Gegenschläge auf die
eigenen Ölanlagen. "Wenn die Iraner die U.S.A. treffen wollen, dann
werden sie versuchen, die Verladestelle in Abqaia oder die Raffinerie in Ras Al
Tannoura anzugreifen." Es sind diese Ängste die zu einer starken Besonnenheit
der saudischen Diplomatie mit dem Iran geführt haben.
"Aber", sagt
Rihad Massoud in seinem abschließenden Gedanken, "die Russen haben uns erzählt,
daß die Atmosphäre in Teheran sie an die Atmosphäre in Bagdad während der
Monate vor dem Krieg im Jahr 2003 erinnere.“