Der tägliche Papierlärm der Bild ist schon lange in vielerlei Hinsicht als Angriff auf die Würde des Menschen bekannt.
Getreu ihrem Motto "Bild Dir Deine Meinung" gab die Online-Ausgabe der Bild uns nun "unsere Meinung". Unter der Überschrifft "Das sind die schlechtesten Wahlwerbespots" erklärte die Redaktion, mit ihrer Wahlwerbung habe die BüSo "den Mund ein bisschen zu voll genommen". Dort heisse es, "’Die einzige Partei, die die Wirtschaftskrise vorhergesagt hat und jetzt die einzige Lösung ist [richtig ist: "hat" – d. BüSo-Red. ].‘ Wer das sein soll? Die Bürgerrechtsbewegung Solidarität (BüSo). Schade, dass sie weder laut vor der Wirtschaftskrise gewarnt hat, noch verrät, wie sie sie jetzt bewältigen will."
Wir mussten über diese ungewöhnliche Kritik herzlich lachen. Vor Ausbruch der Finanzkrise im August 2007 hat man die BüSo gerade wegen [url:“artikel/chronologie-initiativen-fur-neues-weltfinanzsystem“]ihren wiederholten Warnungen[/url] vor der Wirtschaftskrise als Untergangspropheten und Schwarzmaler bezeichnet und ihr vorgeworfen, den gegenwärtigen Zusammenbruch ständig zu beschwören. Millionen Flugblätter wurden zu diesem Thema über die letzten Jahren verteilt. Heute, zu einem Zeitpunkt, an dem sich dieser Zusammenbruch auf alle Gesellschaftsteile ausweitet und verschlimmert, heisst es nun, die BüSo habe nie davor gewarnt!
Und was die Lösung angeht, so hat Frau Zepp-LaRouche in den 90 Sekunden des Wahlspots folgendes gesagt: "wir brauchen ein ordentliches Insolvenzverfahren für die wahrscheinlich $1.000 Billionen Giftmüll, auf dem die Banken international sitzen. Die verstaatlichte Bundesbank muss danach produktive Kredite für die Umrüstung der Autoindustrie ausgeben; für die Produktion von Traktoren für Afrika und für Infrastruktur bei uns. […] Wir brauchen jetzt eine neue, gerechte Weltwirtschaftsordnung."
Da hat die Aufmerksamkeitsspanne des Journalisten wohl nicht gereicht. Was Wunder, schließlich gehört die Bild zum Pressekartell derjenigen, die seit Jahren alles tun, um die BüSo-Alternative totzuschweigen – zum Schaden Deutschlands und des Gemeinwohls.
Vielleicht hat das alte Sprichwort doch seinen Wert: Wer nicht hören will, muß fühlen.