Mitte der 1980er Jahre gab es den Iran-Contra-Skandal, als die Kreise von Oberst Oliver North unter dem damaligen US-Vizepräsidenten George H.W. Bush den Kokainschmuggel in die USA benutzten, um indirekt die Contras in Zentralamerika zu finanzieren und aufzubauen. Dies hat erschreckende Ähnlichkeiten mit den Vorgängen während des Aghanistankrieges unter der Führung der Rumsfeld-Wolfowitz-Feith-Cheney-Clique und ihrer britischen Freunde.
Die Opiumproduktion in Afghanistan steigerte sich von 3400 Tonnen im Jahr 2002 auf das Rekordniveau von 8200 Tonnen im Jahr 2007, also während der NATO-Präsenz im Land. Sie ist die Finanzquelle der „neuen Taliban“ und von "Al Qaeda".
Dies hätte leicht durch einen Plan des US-Außenministeriums verhindert werden können, wäre dieser nicht durch die Briten und den mit ihm verbundenen Cheney-Rumsfeld-Apparat blockiert worden.
Der ehemalige Botschafter und hochrangige Mitarbeiter der Anti-Drogen-Abteilung des US-Außenministeriums Thomas Schweich beschuldigte im Juli 2008 in einem Artikel im "New York Times Magazin" die Bush-Regierung, dieses Vorgehen sabotiert zu haben. Das Verteidigungsministerium unter Rumsfeld und das britische Militärkommando in Afghanistan hätten die wirkungsvollsten Maßnahmen für die Vernichtung der Mohnfelder gestoppt: die Bekämpfung aus der Luft. Stattdessen würden die US-Truppen und die afghanische Armee gezwungen, einen Bodenkrieg zu führen und die Mohnfelder manuell niederzumachen, was unnötige Opfer fordere und oft mit einem Rückzug ende. Gleichzeitig erhob er Vorwürfe gegen die Karsai-Regierung. Diese sei in den Opiumhandel verwickelt.
Dem Artikel zufolge 2006 hatte Rumsfeld einen Plan von Schweich abgelehnt, der auf den Erfahrungen in anderen Ländern aufbaute, in denen der Drogenanbau erfolgreich bekämpft wurde. Hochrangige Generäle sagten Schweich dazu, die Drogenbekämpfung sei nicht dringend. Durch die mangelnde Unterstützung der Drogenfahnder vor Ort konnten diese dann weniger als 1% des im Land hergestellten Opiums beschlagnahmen.
Als für kurze Zeit die Vernichtung der Mohnfelder aus der Luft betrieben wurde, veröffentlichte das britische Militärkommando in der Helmand-Provinz, wo bei weitem das meiste Opium hergestellt wird, Flugblätter und kaufte Radiowerbung, um den lokalen Kriminellen mitzuteilen, das britische MIlitär beteiligte sich nicht an dieser Vorgehensweise. Erst als Schweich dem Oberkommandierenden in Brüssel diese Flugblätter auf den Tisch legte, endete diese Sabotage.
Ebenso wurde Karzai von britischer Seite über einen geheimen Drogenbekämpfungsplan des US-Außenministeriums und Meinungsverschiedenheiten dazu unter den Alliierten informiert. Karzai lehnte daraufhin den Plan ab. Die nächste Ernte von 2007 brach dann alle Rekorde: 8200 Tonnen afghanisches Opium.