Der Leiter des Congressional Budget Office (CBO), das von Seiten des Kongresses die Haushaltsplanung und Ausgaben überwacht, Peter Orszag, erklärte am 9. September, daß mit der staatlichen Übernahme der beiden Hypothekengiganten Fannie Mae und Freddie Mac deren Schulden jetzt der Verschuldung des Bundesstaats zugerechnet werden müssen.
Rechnet man bei den beiden Institutionen (konservativ) mit $ 5,2 Billionen Schulden, dann ist damit seit Sonntag die bundesstaatliche Gesamtverschuldung auf einmal um die Hälfte gewachsen – von $10 Billionen auf fast $15 Billionen. Und das ist nur der Anfang: Finanzminister Henry Paulson hat nämlich erklärt, daß der Staat auch für zukünftige Wertpapiere einstehen wird. Natürlich können Buchführungstricks die Zahl von $ 5,2 Billionen durchaus "verringern".
Am selben Tag kam vom CBO die Meldung, daß – ohne die neuen Schulden von Freddie und Fannie – das bundesstaatliche Defizit für das Fiskaljahr, das am 30. September zuende geht, um $ 246 Mrd. auf $ 407 Mrd. von 161 Mrd. (im Vorjahr) angestiegen ist. Darin sind noch nicht $ 80 Mrd. für den Irakkrieg enthalten.