Während deutsche Medien verbreiten, daß ein schwacher Dollar aufgrund billigerer Importe für die deutsche Wirtschaft von Vorteil wäre, fand die BüSo in Diskussionen mit Vertretern des Maschinenbausektors heraus, daß die Exportindustrie den Dollarverfall eher mit Sorge betrachtet.
Das eine oder andere Maschinenteil aus der Dollarzone möge nun zwar billiger werden, aber der Effekt sei für die deutsche Industrie vernachlässigbar, da der Wertschöpfungsfaktor innerhalb Deutschlands den größeren Teil des Verkaufspreises bestimme.
Der hohe Preis für deutsche Maschinen werde normalerweise durch die übliche höchste Qualität und Präzision aufgewogen. Auch seien Zuverlässigkeit und Reparaturgarantien wichtige Faktoren im internationalen Wettbewerb.
Die Auftragsbücher im Anlagen- und Maschinenbau sind zur Zeit prall gefüllt (der VDMA gab jüngst 50.000 neu geschaffene Arbeitsplätze im Jahr 2007 bekannt), so daß der Sektor nicht nach Kunden betteln und niedrigere Preise anbieten muß.
Die jetzige Verteuerung des Euros schafft dagegen ernste Probleme. Durch die weitverbreitete Abhängigkeit der Welt vom Dollar, infizieren wirtschaftliche Schwierigkeiten der USA sofort die ganze Welt. Und wenn Exportmärkte von Schocks ergriffen werden, sind Exportländer wie Deutschland unmittelbar betroffen.
Im Gespräch über [url:“news/larouche-zeit-ist-reif-fur-zweigleisiges-finanzsystem“]LaRouches Vorschlag eines zweigleisigen Zinssystems[/url], sagte ein führender Vertreter des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), daß die Verteidigung des Dollars gut gemeint sei und auch außerhalb der USA größte Aufmerksamkeit verdiene. Er fügte jedoch hinzu, daß sich die Handhabung zweier verschiedener Zinsraten als eher kompliziert herausstellen könnte. Auf alle Fälle wäre es dieser Vorschlag wert, genau studiert zu werden.