Die schwedische Regierung, die gerne damit prahlt, Musterschüler bei der gesetzestreuen Umsetzung der monetaristischen Verordnungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) zu sein, folgt den jüngsten Anordnungen des IWF, welcher von den USA und anderen Nationen gefordert hatte, Kosteneinsparungen im Gesundheitswesen vorzunehmen , als ersten Schritt, um gegen die Finanzkrise vorzugehen. Während die Regierung diese Woche entschieden hat, den Banken 100 Mrd. Kronen ($14 Mrd.) als Bankgarantien hinterher zu werfen, konnte sie sich nicht dazu durchringen, den Regionalregierungen in Schweden dabei zu helfen, die Defizite abzufangen, die durch die wirtschaftliche Zusammenbruchskrise entstanden sind.
Die Regionalregierungen (landsting) sehen sich wegen des Einbruchs der Steuereinnahmen dazu gezwungen, SKr 2,5 Mrd. ($350 Mio.) bei den Gesundheitsausgaben zu kürzen, was dem Wegfall von 3.500 Vollzeitjobs entspricht. Schweden hat 9,29 Mio. Einwohner. Das Gesundheitswesen in Schweden ist schon seit den 1990er Jahren wegen brutaler Sparmaßnahmen am Ausbluten und steht nun am Rande des endgültigen Zusammenbruchs.