Schweinegrippe: Mittelamerikanische Staaten befürchten das Schlimmste

01.05.2009
Schweinegrippe: Mittelamerikanische Staaten befürchten das Schlimmste admin 01.05.2009

Nach Jahrzehnten der Ausplünderung seitens der Globalisierer aus Washington und der Londoner City suchen die Länder aus Mittelamerika und der Karibik  verzweifelt nach Auswegen um
der Schweinegrippe standzuhalten. Durch die Verarmung sind die Völker der
Region für jegliche Form von Krankheiten sehr anfällig. Es gibt Bedenken, daß sich
die Grippe sobald sie das an Mexiko angrenzende Land Guatemala erreicht, wie
ein Flächenbrand in der ganzen Region  ausbreiten könnte. Denn hier lebt die Hälfte
aller Notdürftigen Zentralamerikas, rund 3 Mio. Menschen, unter ihnen eine
große Zahl Kinder unter 5 Jahren.

Nahrungsmittel sind inzwischen für viele Menschen unerreichbar
geworden. Nach der Nahrungsmittelkrise des letzten Jahres sind die Bedingungen
nur noch schlimmer geworden. In den meisten dieser Länder sind die Preise von
Grundnahrungsmitteln, wie z.B. Mais für Tortillas, weiter gestiegen.

„Es fehlen uns tatsächlich die Möglichkeiten mit dem Ausmaß dieser Epidemie umzugehen",
sagte Nicaraguas Gesundheitsminister Guillermo Gonzales nach einer Konferenz der
Gesundheitsminister aus Mittelamerika und der Karibik, die am 28. April in
Managua stattfand. Während die Gesundheitsminister über eine Anzahl von sofort
einzusetzender Überwachungs- und Präventivmaßnahmen einig waren, gaben sie auch
an, daß ihre Länder keine Geldmittel zur Verfügung hätten und dringend die
Hilfe der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der reichen Industrienationen
benötigten.

Nicaragua verfügt z.B. über keinerlei Reserven des
Grippemittels Tamiflu. Alle Regierungen haben den Gesundheitsnotstand
ausgerufen und bitten die mexikanische Regierung „Flexibilität" zu zeigen und
die illegalen Einwanderer aus Mittelamerika vorläufig nicht abzuschieben.

Die internationale Finanzkrise und der Rückgang des Welthandels haben die düstere Situation noch verschlimmert. Allein im ersten Quartal dieses Jahres gingen 77000  Arbeitsplätze verloren. Und auch die Geldüberweisungen von Familienangehörigen in den USA sind dramatisch zurückgegangen.

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