In der Schweiz, wo man sowohl die Kernkraft selbst nutzt, als auch
Elektrizität aus der Kernkraft an Italien exportiert, werden neue
Kernkraftwerke geplant, um Versorgungsengpässe zu vermeiden. Der Vorsitzende
von Atel, der Aare-Tessin AG für Elektrizität, sagte in einem Interview mit der
Neuen Zürcher Zeitung: „Es gibt keinen Plan B", keine Alternative zur
Kernkraft.
Zwei neue Kernkraftwerke sind für die Schweiz notwendig, sagte Giovanni
Leonardi in dem Interview, wobei er berichtete, dass es zwischen den verschiedenen beteiligten
Firmen schon Verhandlungen gebe, ein Konsortium zu bilden. Ein neues
Kernkraftwerk, mit der heute bestehenden Technologie gebaut, kostet 5
Milliarden Schweizer Franken, und die zwei neuen sollen an der Stelle eines
bestehenden gebaut werden, damit man die Infrastruktur nutzen könne, sagte
Leonardi.
Im Jahr 2030 wird der Versorgungsengpass der Schweiz der Leistung
entsprechen, die notwendig ist eine Stadt mit 600 000 Einwohnern zu versorgen.