Schweizer Tageszeitung „Le Temps“ eröffnet Debatte über Finanzreform

29.01.2008
Schweizer Tageszeitung „Le Temps“ eröffnet Debatte über Finanzreform admin 29.01.2008

(Nouvelle Solidarité) – Die führende französischsprachige Schweizer Zeitung Le Temps (Auflage 100.000, gehört zum Teil der französischen Zeitung Le Monde ) erwähnt den von Lyndon LaRouches französischem Partner Jacques Cheminade gemachten Vorschlag für ein neues Bretton Woods Finanzsystem. Nach der Feststellung, daß "sich die Stimmen häufen, die eine gründliche Reform des internationalen Finanzsystems fordern", beginnt der Artikel mit einer detaillierten Beschreibung der utopischen Vorschläge des Wirtschaftswissenschaftlers Pierre Leconte. Obwohl dieser zurecht ein Ende des Systems der flexiblen Wechselkurse fordert, will Leconte zurück zum britischen Gold-Standard. Dann, sagt er, würden die privaten Geldgeber eigene Währungen schaffen (Good bye Zentralbanken!) und in der Lage sein, auf Angebot und Nachfrage zu reagieren Die Privatwährungen könnten jedoch "an das wertvolle gelbe Metall gekoppelt sein."

Unter dem Titel "Rückkehr zu festen Wechselkursen" kontrastiert die Zeitung dann Lecontes Unsinn mit dem wesentlich vernünftigeren Vorschlag von Cheminade: "Jacques Cheminade fordert eine Reform des Systems nach dem Muster eines Neuen Bretton Woods: feste Wechselkurse zwischen den vier größten Währungen, und Schaffung neuer Standards definiert durch einen Warenkorb von Rohstoffen. Ähnlich wie bei Pierre Leconte ist das erste Ziel, die Geldproduktion zu begrenzen, um damit das Vertrauen wieder herzustellen. Für ihn [Cheminade] ist es wichtig, wieder Regulierungen einzuführen, um die organische Verbindung zwischen Zentralbanken und den Staaten zu stärken und das Gefühl von ’staatsbürgerlicher Verantwortung‘ seiner Führungspersonen zu erneuern, die ‚verschwunden ist, da dieselben Führungspersonen von Privatinteressen belagert worden sind‘. Andererseits scheint George Bushs Rettungspaket nicht besser zu sein als ‚finanzielle Masturbation‘ (verzeihen Sie den Ausdruck), da es das Problem nicht bei der Wurzel packt, nämlich, daß Investitionen in produktive Kapazitäten die Grundlagen einer Währung sind."

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