Der 46. ordentliche Gipfel der Staats- und Regierungschefs der SADC (Southern African Development Community) fand am 17. August in Durban statt. Das Leitthema lautete: „Industrialisierung durch Infrastrukturentwicklung, landwirtschaftliche Entwicklung und Veredelung kritischer Mineralien“. Präsident Cyril Ramaphosa leitete den Gipfel und wurde für das kommende Jahr zum SADC-Vorsitzenden gewählt. Ihm wird der sambische Präsident nachfolgen.
In dem Kommuniqué des Gipfels werden Infrastruktur, Landwirtschaft und kritische Mineralien als Treiber der regionalen Industrialisierung benannt. Zudem wird eine Liste von Prioritäten gebilligt, die aus der Überprüfung des Regional Indicative Strategic Development Plan abgeleitet wurde: regionale Wertschöpfungsketten, agrarindustrielle Verarbeitung, Wirtschaftskorridore, One-Stop-Grenzposten und ein „Rahmen zur Ressourcenmobilisierung“.
„Veredelung kritischer Mineralien“ ist der Schlüssel. Das südliche Afrika besitzt einen großen Teil der weltweiten Kobalt-, Kupfer-, Platin-, Mangan- und Lithiumvorkommen und exportiert diese seit hundert Jahren als Erz. Veredelung bedeutet hinzugewonnene Wertschöpfung: Raffinerien und Produktion am Abbauort. Dies ist der wirtschaftliche Ansatz der antikolonialen Intention, die als Organisationsprinzip dieses Bündnisses von sechzehn Staaten übernommen wurde.
Quelle: eirna.de