Zur Lage im Kosovo befragt warnte Lyndon LaRouche am 17. Januar diesen Jahres, daß die Bestrebungen für ein unabhängiges Kosovo von einer britischen Fraktion unterstützt würden, um einen neue Balkankrieg zu inszenieren. Die Briten seien darauf aus, den Konflikt so anzuheizen, daß sich dann die USA und Rußland in den entgegengesetzten Lagern wiederfänden. "Aber was in aller Welt haben die Leute vor Ort für ein Interesse, sich gegenseitig umzubringen? Keins! Wir brauchen ein Abkommen, in der Tradition des Westfälischen Friedens, für die ganze Region….."
In seiner Rede vor der Münchener Sicherheitskonferenz am 9. Februar drückte sich der serbische Präsident Boris Tadic ähnlich, wenn auch diplomatischer, aus. Er betonte, daß die Klärung des Status vom Kosovo beim UN-Sicherheitsrat läge. Dies sei in der Resolution 1244 des Sicherheitsrates klar festgelegt. Sollte andere Schritte (wie die einseitige Unabhängigkeitserklärung durch die Regierung des Kosovo) erfolgen, springe man ins Ungewisse und das in einer Zeit großer Turbulenzen. "Wenn Serbien gegen seinen Willen geteilt wird, und nichts anderes wäre die erzwungene Unabhängigkeit Kosovos, werde dieser Präzedenzfall zur Eskalation in vielen anderen Konfliktherden führen, sowohl alten als auch ganz neuen." Deshalb, so Tadic, sei der einzige Weg, solange weiterzuverhandeln, bis eine für alle Beteiligten gleichermaßen akzeptable Lösung gefunden werde.