Jeder siebte Amerikaner ist arm

20.09.2010
Jeder siebte Amerikaner ist arm admin 20.09.2010

Nach einem neuen Bericht des US Census Bureau
(Volkszählungsbehörde) vom 16. September stieg der Anteil der offiziell als
„arm“ eingestuften Menschen in den USA im ersten Amtsjahr von Präsident Barack
Obama (2009) auf 14,3%, das sind 43,6 Millionen Menschen. Im Jahr 2008 lag
dieser Anteil noch bei 13,2% (39,8 Mio.).

Der Anteil der Amerikaner ohne Krankenversicherung stieg von
15,4% auf 16,7% (50,7 Mio.). Diese Zahl wäre sogar noch höher gewesen, wenn
nicht drei Faktoren eine abschwächende Wirkung gehabt hätten: die Anhebung der
Renten, die Verlängerung der Arbeitslosenversicherung und eine Rekordzahl von
arbeitenden Müttern.

Außerdem wird in dem statistischen Bericht u.a.
festgestellt:

* Der Anteil der Armen unter den Menschen im arbeitsfähigen
Alter (16-65) wuchs von 11,7% auf 12,9%, den höchsten Stand seit den sechziger
Jahren.

* Die Armut wuchs in sämtlichen Bevölkerungsgruppen, am
höchsten liegt sie jedoch bei den Afro- und den Hispanoamerikanern: bei den
Hispanoamerikanern wuchs sie von 23,2% auf 25,3%, bei den Afroamerikanern von
24,7% auf 25,8%.

* Die Kinderarmut wuchs von 19% auf 20,7%.

In einzelnen Bundesstaaten wie z.B. Texas ist die Lage sogar
noch schlimmer. Allein dort waren im vergangenen Jahr 4,3 Mio. Menschen
offiziell arm, ein Anstieg um 11% gegenüber dem Vorjahr. Dem Anteil der Armen
nach liegt Texas mit 17,3% unter den Bundesstaaten an sechster Stelle. Auch die
Kinderarmut hat sich gegenüber 2009 verschlimmert, inzwischen trifft sie 1,8
Mio. texanische Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren, ein Anteil von 25,6%,
gegenüber 23,1% im Jahr zuvor.

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