Ein Sieg der Vernunft: Dänemark und Deutschland bauen die Fehmarnbeltbrücke

01.07.2007
Ein Sieg der Vernunft: Dänemark und Deutschland bauen die Fehmarnbeltbrücke admin 01.07.2007

Am 29. Juni unterzeichneten die Regierungen von Dänemark und Deutschland die langersehnte Vereinbarung zum Bau der Fehmarnbeltbrücke, die die beiden Nationen über die Ostsee verbinden wird. Bisher ist die Überfahrt nur per Fähre möglich.

Die Einigung erfolgte nach langer Blockade von der deutschen Seite, die selbst bis in die letzte Gesprächsrunde in Berlin anhielt. Der deutsche Widerstand war verbunden mit dem Zögern der Regierung, staatliche Kredite für das Projekt zur Verfügung zu stellen. Beide Seiten einigten sich schließlich darauf, die Kosten des Projekts „zu teilen“: 85% oder € 4,8 Milliarden sollen von Dänemark abgedeckt werden, die übrigen 15% oder € 800 Millionen von Deutschland. Nach der Fertigstellung im Jahre 2018 wird es sich somit um eine „dänische Brücke“ handeln. Details der Vereinbarung müssen noch ausgehandelt werden. Die Christdemokraten des Landesparlaments von Schleswig-Holstein, wo die Brücke auf deutscher Seite endet, begrüßten den Vertrag aus vollem Herzen und nannten ihn die „wichtigste Infrastrukturverbindung der letzten 50 Jahre zwischen dem Kontinent und Skandinavien“.

Das Projekt der Brücke über den Fehmarnbelt war seit etwa einem Jahr der Gegenstand einer großangelegten Kampagne der LaRouche-Bewegung in Dänemark und Deutschland. Das dänische Schiller-Institut eröffnete sie durch das Verbreiten von Flugschriften, die für ein nationales Transrapidsystem werben, das über Brücken Verbindungen nach Deutschland und innerhalb des Lande herstellen soll. Neben der Lobbyarbeit in den Parlamenten wurden sowohl in Dänemark als auch in Berlin mehrere Demonstrationen zur Unterstützung des Brückenbaus abgehalten.

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