Spitzenbankiers geben Ausweglosigkeit der Lage zu

23.10.2007
Spitzenbankiers geben Ausweglosigkeit der Lage zu admin 23.10.2007

Während beim IWF-Herbsttreffen in Washington zwanghaft optimistische Stimmung verbreitet wurde, waren von Peer Steinbrück am Rande der Konferenz etwas andere Töne zu hören. "Es kann durchaus passieren, daß eine Bank laufende Wertpapiere einer gegründeten Zweckgesellschaft nicht mehr bedienen kann, weil die Refinanzierung in kurzfrsitig laufenden Niedrigzinspapieren nicht gelingt," sagte der Bundesfinanzminister gegenüber der Presse. "Dadurch könnte eine Bank zu Verkaufsaktionen gezwungen sein, die man durchaus als Notverkäufe bezeichnen könnte," und das könnte zu erheblichen "Verwerfunfen an den internationalen Finanzmärkten" führen, fügte er hinzu.

Nanu – woher kommt denn diese Erkenntnis bei einem Minister, der ansonsten nicht müde wird, zu betonen, es werde schon keine große Krise ausbrechen? Des Rätsels Lösung ist vermutlich ein Zusammentreffen Steinbrücks in New York, auf dem Weg nach Washington, mit führenden amerikanischen Bankiers von solch prominenten Banken wie Lehman Brothers, Citigroup, JP Morgan Stanley und anderen. Das sind zufällig genau die Banken, die jetzt verzweifelt einen Super-Fonds zusammenbasteln wollen, mit dem das Platzen einer akuten Spekulationsblase  von mindestens 300 Milliarden Dollar verhindert werden soll.

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