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Sri Lanka: Schuldenfalle gegenüber China existiert nicht

4. Juni 2019 – Der Daily Mirror von Sri Lanka hat die Behauptung widerlegt, die Regierung in Colombo sei nicht in der Lage, chinesische Kredite zurückzuzahlen, indem darauf verwiesen wird, daß die Schulden gegenüber China geringer seien als gegenüber der Asiatischen Entwicklungsbank (AEB) und Japan. Nach Zahlen der Zentralbank belaufe sich die gesamte Auslandsverschuldung des Landes 2018 auf 55 Mrd. $: 14% davon gegenüber der AEB, 12% gegenüber Japan, 11% gegenüber der Weltbank und 10,6% gegenüber China. Die Auslandsschulden Sri Lankas machten 77% des BIP aus. Zwischen 2019 und 2022 müßten 17 Mrd. $ hauptsächlich an Geschäftsbanken und traditionelle Geldgeber gezahlt werden. Mit Währungsreserven von 9,1 Mrd. $ und einer oft schlechten Zahlungsbilanz habe das Land ein allgemeines Schuldenproblem, wobei China nur einer und bei weitem nicht der größte Gläubiger sei. Das sei Japan. Die Zeitung berichtet auch, daß einige Kredite, die China gewährt habe, zur Begleichung anderer Schuldverpflichtungen verwendet worden seien.

Wenn Sri Lanka in einer Schuldenfalle sitzt, dann nicht gegenüber China, sondern gegenüber der AEB, Japan, der Weltbank und anderen ausländischen Gläubigern.