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St. Petersburger Forum: Kernenergie in Afrika

Eines der Panels auf dem Russland-Afrika-Forum in St. Petersburg befasste sich mit dem Thema: "Nukleartechnologien für die Entwicklung  Afrikas".

Das Thema stieß auf dem Forum  auf großes Interesse. Während Rosatom an der Planung eines Kernkraftwerks in Ägypten beteiligt ist, ist der einzige in Betrieb befindliche Kernreaktor in Afrika derzeit der Koeberg-Reaktor in Südafrika. Afrikanische Staatschefs verstehen, daß die Frage der Energieunabhängigkeit von zentraler Bedeutung ist. Anders als in Deutschland setzen sie auf fortgeschrittenste Technologie, wie die Kernenergie, weil hohe Energieflussdichten erst effiziente Energieerzeugung und die Entwicklung einer modernen Industrie ermöglichen. Ein Verständnis, daß man in Deutschland in Politik und Medien mittlerweile mit der Lupe suchen kann.   

Afrikas Bevölkerung wird bald von einem Fünftel der Weltbevölkerung auf ein Drittel wachsen", sagte Rosatom-Generaldirektor Alexey Likhachev. "Gleichzeitig wurden im vergangenen Jahr weltweit etwa 30 Billionen Kilowattstunden Strom erzeugt, während Afrika weniger als 1 Billion Kilowattstunden erzeugte. Es ist klar, dass die Staaten des afrikanischen Kontinents in den kommenden Jahrzehnten aktiv am Aufbau von Stromerzeugungskapazitäten arbeiten werden".

Der ägyptische Minister für Elektrizität und erneuerbare Energien, Mohamed Shakar El-Makarbi, erklärte, dass die Entwicklung der Kernenergie in seinem Land in Zusammenarbeit mit Rosatom positive Auswirkungen auf alle Lebens- und Arbeitsbereiche habe. "Wir erwarten, dass sich die Zahl der Arbeitsplätze verneunfachen wird. Außerdem sieht die Entwicklungsstrategie des Landes bis 2035 vor, dass der Anteil der erneuerbaren Energien bis dahin etwa 42 % betragen soll - die Kernenergie kann uns dabei helfen."

"Derzeit haben nicht mehr als 70 % unserer Bevölkerung Zugang zu Elektrizität", sagte Fidele Ndahayo, CEO der ruandischen Atomenergiebehörde. Die Kernenergie kann hier Abhilfe schaffen, fuhr er fort: "Bei der Kernenergie geht es um Zuverlässigkeit. Bei der Kernenergie geht es nicht nur um Geld. Das zeigen alle Studien: Sie führt zu wirtschaftlichem Wachstum in allen Lebensbereichen."

Tansanias Minister für Mineralien, Doto Mashaka Biteko, erklärte: "Wir haben bereits ein Uranprogramm, aber jetzt wollen wir uns neue Technologien aus anderen Ländern ansehen. Wir müssen unser BIP um 10 % steigern“.

Der burundische Minister für Wasserbau, Energie und Bergbau, Ibrahim Uwizeye, kommentierte: "Ich habe das KKW Leningrad" westlich von St. Petersburg besucht. "Ich bin beeindruckt. Wir brauchen Energieautarkie, und wir werden bald ein Abkommen mit Rosatom unterzeichnen, um dies zu erreichen".

"Die nächste Phase der  weltweiten Kernenergieentwicklung wird in Afrika stattfinden," sagte "Princy" Mthombeni, Gründerin von Africa4Nuclear und Expertin für nukleare Kommunikation und Technologie in Südafrika. "Alle Augen werden nun darauf gerichtet sein, was Russland seinen Freunden auf diesem Forum anbietet. Die nächsten Generationen erben, was jetzt getan wird. Wenn wir die Energiefrage nicht angehen, wird Afrikas Jugend verwundbar sein. Um der nachhaltigen Entwicklung Afrikas willen sollten die afrikanischen Länder die Vorschläge Russlands annehmen. Leider sind die Medien weltweit gegen eine Zusammenarbeit zwischen Afrika und Russland im Bereich der Kernenergie. Umso wichtiger ist es, die Öffentlichkeit richtig zu informieren. Die Afrikaner sind es leid, im Dunkeln zu leben", sagte sie. 

https://twitter.com/Africa4N/status/1684130264342204416

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