Statt Zinserhöhung – Bankentrennung und Insolvenzsanierung!

16.06.2026
Statt Zinserhöhung – Bankentrennung und Insolvenzsanierung! klaus 16.06.2026

Die Inflation steigt, und die Zentralbanken reagieren wie üblich reflexartig mit Zinserhöhungen. Am 11.6. erhöhte die Europäische Zentralbank (EZB) den Zinssatz von 2% auf 2,25% – die erste Erhöhung seit fast drei Jahren. Die Inflation war auf 3,2% gestiegen und lag damit deutlich über dem EZB-Ziel von 2%. In Japan hob die Zentralbank die Zinsen am 15.6. auf 1% an, den höchsten Stand seit 30 Jahren (bekanntlich praktizierte sie lange Zeit Negativzinsen). Presseberichten zufolge steht auch die US-Notenbank wegen einer Inflationsrate von 3,8% unter Druck, mit Zinserhöhungen zu beginnen.

Die vorherrschende Wirtschaftslehre geht nur von zwei Ursachen für Inflation aus: steigende Kosten, insbesondere Löhne („Kostendruck“), sowie „überhitzte“ Nachfrage („Nachfragedruck“). Doch Inflation kann viele Ursachen haben, z.B. Energiepreisschocks – wie den, der die Weltwirtschaft durch den Krieg gegen den Iran trifft – und insbesondere das Ausufern wertloser Finanzaggregate (Spekulation), die das gesamte System kontaminieren. Eine Verknappung der Geldmenge wird das Problem nur verschlimmern, indem sie die Produktionskosten und damit letztlich die Verbraucherpreise erhöht. Höhere Zinsen beschleunigen zudem den finanziellen Zusammenbruch, indem sie die Liquidität verknappen und damit die Kosten zur Refinanzierung der „Alles-Blase“ in die Höhe treiben.

Aber auch niedrigere Zinsen sind eine falsche Politik, solange die Finanzblase intakt bleibt, weil dies nur den Geldzustrom in die Finanzspekulation fördert. Kurz gesagt, unter dem derzeitigen System können wir mit allen Optionen nur verlieren. Wie Lyndon LaRouche oft betont hat, wird dieses System untergehen, entweder durch Hyperinflation oder durch einen kettenreaktionsartigen Zusammenbruch. Anstatt zu entscheiden, auf welche Weise es untergehen soll, muß man das System einer Insolvenzsanierung unterziehen, die die mit der Realwirtschaft verbundenen Geschäftsbanken schützt und die spekulative Seite sich selbst überläßt – am besten durch Streichung aller Derivatschulden und Wiedereinführung einer Bankentrennung nch dem „Glass-Steagall“-Prinzip.

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