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Strom in der grünen Ära: Unbezahlbar für den Bürger!

Stromausfälle häufen sich in Deutschland seit dem Beschluß zum Totalausstieg aus dem Atom, zumal angesichts des ebenfalls beschlossenen Kohleausstiegs auch keine Kohlekraftwerke mehr gebaut werden. Liefern Sonne und Wind nicht genug Strom, treten immer wieder unerwartete Verknappungen ein. Über 100-mal fiel der Strom im Jahr 2018 kurzfristig aus, immerhin jeweils lange genug, um Anlagen in stromintensiven Betrieben der Stahl- und Aluminiumwirtschaft ebenso abrupt automatisch abzuschalten – darauf sind sie programmiert.

Die Vorgänge im Juni dieses Jahres aber lieferten einen drastischen Hinweis auf das, was Deutschland droht, wenn es beim endgültigen Atomkraftausstieg im Jahr 2022 bleibt. Am 6., 12. und am 25. Juni gab es ein derart riesiges Absinken der Strommengen, daß, der Bundesnetzagentur zufolge, akut ein “systemischer” Totalausfall drohte. Dieser konnte abgewendet werden, weil Deutschlands europäische Nachbarn mit Notlieferungen einsprangen, um die Lücke von 7000 Megawatt füllen zu helfen. Die Hauptnetzbetreiber hatten nämlich nur Reserven (Regelenergie) für 3000 Megawatt vorrätig. Krise überwunden, Problem also gelöst, alles in Butter?

Eben nicht: 7000 Megawatt entsprechen fast der Menge, die tagtäglich – und nicht nur an drei Tagen im Monat – fehlen wird, wenn das letzte deutsche Atomkraftwerk tatsächlich Ende 2021 vom Netz geht. Die sieben noch betriebenen Atommeiler spielen heute noch eine wichtige Rolle zusammen mit Kohle und Gas zur Sicherungen der Grundlast, ohne sie wäre die Krise im Juni noch erheblich schlimmer gewesen. Es ist also zu befürchten, daß nach dem Atomausstieg wiederholt Notlagen entstehen, in denen nicht nur der Wegfall von sieben AKWs, sondern auch die wegen kritischer  Unterproduktion (wieder einmal) von Sonne und Wind fehlenden Megawatt kompensiert werden müssen. Man darf nur hoffen, daß die Nachbarländer nicht diesen Wahnwitz der deutschen Strategie “raus aus Atom und Kohle, rein in die Erneuerbaren” kopieren, denn dann sind Notlieferungen von dort an Deutschland nicht mehr zu erwarten.

Noch schlimmer ist allerdings das von spekulativen Interessen beeinflußte Treiben an der und um die Leipziger europäische Strombörse EEX: dort stieg wegen der erwähnten akuten Verknappung der Preis für eine Megawattstunde an einem Samstag für ganze vier Stunden von 12 bis 16 Uhr auf 37.856 Euro, während der Preis am Samstag vorher noch 10 Euro betrug. 37.856 Euro pro Stunde,  das ist mehr, als die übergroße Mehrheit der Deutschen in einem ganzen Jahr verdient!

Dies sind existenzbedrohende Zustände und damit muß sofort Schluß sein! Als Deutschland seine Grundlastversorgung noch mit Atom, Kohle und Gas absicherte, gab es solche Zustände nicht. Die deutsche Stromversorgung muß, wie immer noch in Frankreich, überwiegend über Atomkraftwerke gesichert werden. Dafür sprechen neben Effizienz- und Verläßlichkeitsgründen auch die emissionsarmen Charakteristika der Atomenergie. Dazu muß der Ausstiegsbeschluß weg, der Wiedereinstieg ins Atom ist dringlich, das schließt natürlich den Neubau von AKWs ein.

Bei den anstehenden Landtagswahlen in Sachsen ist die BüSo die einzige Partei, die das auch ganz direkt fordert – wer eine grüne Zukunft Deutschlands mit stündlichen Stromkosten in der Höhe eines ganzen Jahreseinkommens verhindern will, muß BüSo wählen!