Sudan wird seine Souveränität nicht an „Kolonialmächte“ ausliefern, sagt sudanesischer Präsidentenberater

24.07.2008
Sudan wird seine Souveränität nicht an „Kolonialmächte“ ausliefern, sagt sudanesischer Präsidentenberater admin 24.07.2008

Bona Malware, Berater von Sudans Präsident Omar al-Bashir, warnte am 21. Juli, daß die Anklage des Internationalen Strafgerichtshofs (ICC) gegen Präsident al-Bashir den gesamten Friedensprozeß des Landes gefährde. Die Handlungen des ICC seien "rein politisch".

„Ich muß die Völkergemeinschaft klar warnen: wenn al-Bashir heute verhaftet wird, würde das Bürgerkrieg ohne Ende für Sudan bedeuten," sagte Malwal bei einer Pressekonferenz in Nairobi. Außerdem gebe es den Eindruck, "daß Bashir weder der erste noch der letzte sein wird". Vielleicht steht  [Simbabwes Präsident Robert] Mugabe als nächster auf der Liste."

Gewisse "Kolonialmächte" arbeiteten darauf hin, "Sudan nach ihren eigenen Wünschen zu zerstückeln". … "Diese Kreise wollen nicht zulassen, daß das Land eine konstruktive Rolle dabei spielen kann, den Konflikt in Darfur zu lösen".

Malwal betonte, Präsident  Bashir sei der Hüter des „Comprehensive Peace Agreement" (CPA) und der  Friedenabkommen im Osten und Darfur. Deswegen sehe man die Anklage des ICC als "einen Angriff auf die Sudanesen". Kein sudanesischer Bürger werde an ein fremdes Gericht ausgeliefert werden. "Wir sind bereit, mit den 32 Rebellengruppen im Sudan zu verhandeln, aber nicht durch Den Haag."

Ebenfalls am 21. Juli veröffentlichte der Golf-Kooperations-Rat eine Unterstützungserklärung für den Sudan. Darin heißt es, die Mitglieder wehrten sich gegen die "verschiedene Meßlatte" des ICC in Bezug auf al-Bashir. Wenn der ICC gegen Menschenrechtsverletzungen etwas tun wolle, warum habe er dann nicht die israelische Besetzung der palästinensischen Gebiete verfolgt?

Mehr Informationen über die "rein politische" Rolle des ICC findet man auf [url:“http://www.larouchepac.com/]www.larouchepac.com[/url]

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