Südkoreas nationales Fusionsforschungsinstitut gab letzten Donnerstag bekannt, daß Südkorea nächste Woche einen soeben fertiggestellten experimentellen Fusionsreaktor in Betrieb nehmen wird. Die staatseigene Versuchsanstalt Daejon sagte der Nachrichtenagentur YonHap, daß die Bauarbeiten für den Korea Superconducting Tokamak Advanced Research (KSTAR) nahezu 12 Jahre dauerten, und die Kosten sich auf rund 309 Mrd. Won (etwa 219 Mio.€) beliefen. Wenn alles nach Plan verläuft, wird in der zweite Hälfte des kommenden Jahres Plasma für den Dauerbetrieb erzeugt werden.
Das Projekt KSTAR setzt supraleitende, mit denen des Internationalen Thermonuklearen Veruchsreaktors ITER identische Materialien ein und ist mit südkoreanischen Technologien gebaut worden. Nach Angaben des Ministeriums für Wissenschaft und Technologie will Südkorea bis 2021 eine der fünf führenden Mächte auf dem Gebiet der Fusionsenergie werden. Um das Jahr 2040 soll ein eigener kommerziell einsetzbarer Fusionsreaktor erbaut werden. Es wird erwartet, daß der in Südfrankreich enstehende ITER ab 2030 die Fusionskraft zur Energiequelle machen wird.