Das System ist am Ende: Der große Absturz des Yen Carry Trade

30.07.2007
Das System ist am Ende: Der große Absturz des Yen Carry Trade admin 30.07.2007

Es wird in Zukunft kein „kostenloses Geld“ mehr für wahnwitzige Spekulanten geben.

Der Yen Carry Trade, der ein wichtiger Teil der internationalen Spekulationsblase ist, stürzt ab. Die Spekulanten, die vor den zweitklassigen Hypothekengeschäften und anderen mit geborgten Yen finanzierten risikoreichen Investitionen in Deckung gehen, steigen aus und kaufen die billigen Yen, die sie vorher für Spekulationen in der ganzen Welt geliehen hatten, zurück. Dies führt zu einem steigenden Kurs des Yen, was wiederum die Carry-Trade-Spekulanten bedroht – und so beginnt der „große Absturz“.

Wie bei den jüngsten Insolvenzen großer Hedgefonds droht auch hier der Grad an Fremdfinanzierung ganze Spekulationspyramiden im zehn- bis fünfzigfachen Wert der anfangs geliehenen Yen zum Einsturz zu bringen.

Die asiatische Entwicklungsbank (ADB) veröffentlichte am 26. Juli einen Bericht mit der Warnung, die Region Asiens, in der es durch den Yen Carry Trade im letzten Jahr die höchsten Kapitalzuflüsse aller Zeiten gab, sei mit einer Währungskrise konfrontiert. Sowohl Australien als auch Neuseeland berichten von einem Ausverkauf ihrer Währungen, wobei der neuseeländische Dollar in den letzten beiden Tagen um 5,6% gefallen ist. Dies hat vor allem damit zu tun, daß die Spekulanten so schnell wie möglich Yen kaufen wollen, um ihre Schulden aus dem Carry Trade zu begleichen.

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