Tatsächliche Inflation vs. amtliche Zahlen in der Eurozone

19.12.2007
Tatsächliche Inflation vs. amtliche Zahlen in der Eurozone admin 19.12.2007

Laut Eurostat (Statistisches Amt der Europäischen Gemeinschaft) belief sich die Inflationsrate im November für den Euroraum auf 3,1%. Das ist ein Anstieg um 50 Punkte gegenüber Oktober, als sie sich auf 2,6% belief. Obwohl diese Zahlen stark frisiert, reicht dies, da sogar die offiziellen Raten weit über den eigentlichen Vorgaben für die Inflation liegen, aus, die Alarmglocken läuten zu lassen. Indessen zeigt eine Liste des Preisanstieges für Grundnahrungsmittel in Deutschland, daß die tatsächliche Inflation weit höher ist, als die offiziellen Statistiken belegen.

Zwischen dem letzten Jahr und November 2007 stieg der Preis von Butter um 46,1%, Käse (Camembert)10,4%, der Abstieg des Milchpreises liegt zwischen 22,9% und 27,8%, Weizenmehl 19%, Joghurt 11.1%, Reis 6,6%, Eier und Nudeln 6,2%. Zu diesen Zahlen für Nahrungsmittel kommt der sprunghafte Anstieg für Benzin und Heizöl hinzu. Der Dieselpreis hat sich um 17,6%, der von Normalbenzin um 18,8% erhöht, Heizöl stieg um 23,7%. Die Versorgungsunternehmen kündigten für den 1. Januar 2008 an, sich auf eine erhebliche Preissteigerung für Strom vorzubereiten, bei Heizgas wird so oder so schon ein Anstieg um 20% bis zum April erwartet.

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