„Tiere kämpfen, Menschen nutzen ihren Verstand, um Konflikte zu lösen“ – Papst Leo

03.07.2026
„Tiere kämpfen, Menschen nutzen ihren Verstand, um Konflikte zu lösen“ – Papst Leo klaus 03.07.2026

Am 26. Juni hat Papst Leo XIV. zum Auftakt eines zweitägigen Konsistoriums – einer Versammlung von Kardinälen aus aller Welt in Rom –, eine Predigt gehalten, in der er erklärte:„Wir bitten um die Gabe des Friedens in der Einheit. Während wir alle Völker zu dem Glauben einladen, in dem wir wahrhaft frei sind, fügen internationale Spannungen und Konflikte der Menschheitsfamilie schwere Wunden zu. Dennoch mangelt es in der Kirche und in der Welt nicht an Initiativen und Erfahrungen, die zur Achtung der Menschenwürde, der Gerechtigkeit, des Rechts und schlichtweg des Menschlichen aufrufen – sie nehmen sogar zu. Dies ist ein Grund zur Hoffnung, weil es die Schönheit des Wirkens Gottes bezeugt, der uns nach seinem Bild und Gleichnis geschaffen hat, als Zeichen seiner Herrlichkeit in der Welt. Wenn dieses Zeichen verletzt wird, dann sind wir alle verletzt. Wenn es verdorben wird, dann leiden wir alle darunter. Wenn es getötet wird, dann fühlen wir uns alle innerlich zerrissen.

Deshalb ist der Krieg niemals des Menschen würdig und ist er niemals von Gott gesegnet, weil uns der Schöpfer mit Verstand und Willen ausgestattet hat, um die Konflikte als Menschen und nicht als Raubtiere zu lösen, die möglicherweise sogar mit hochtechnologischen Waffen ausgerüstet sind.

Die Einheit der Menschheitsfamilie geht den einzelnen Völkern und Staaten voraus. Dabei handelt es sich nicht bloß um eine biologische Gegebenheit: Es handelt sich um ein ethisches Prinzip. Der Friede ist eine Gerechtigkeitspflicht, weil wir eine einzige Menschheitsfamilie sind, eine magnifica humanitas, die in Christus ihr Haupt und ihren Erlöser hat“, argumentierte er.

Unter Bezugnahme auf seine Enzyklika „Magnifica Humanitas“ forderte er die Kirche daraufhin auf, beharrlich an der Schaffung einer sozialen Ordnung festzuhalten, in der Gerechtigkeit und Nächstenliebe miteinander verflochten sind, um so „die Zivilisation der Liebe“ zu schaffen, wie Papst Paul VI. sie genannt hatte.

Quelle: eirna.de

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