Randy Scheunemann, der führende außenpolitische Berater des US-republikanischen Präsidentschaftsbewerbers John McCain war bis März 2008 ein bezahlter Lobbyist für Georgien. Seine zwei-Personen-Lobbyfirma "Orion Strategies", die Scheunemann noch zum Teil gehört, vertritt Georgien weiterhin in Washington. Die Firma schloß im April einen neuen Vertrag über 200,000$ mit Georgien ab, so berichtet das "Wall Street Journal" vom 11. April diesen Jahres . Scheunemanns Firma erhielt von Georgien im Jahre 2007 laut "USA Today" für Lobby-Dienste 240.000 $.
Scheunemann hat nach eigenen Angaben seit dem Beginn seiner Lobbyarbeit für Georgien mehr als ein Dutzend Reisen dorthin unternommen. Ab 1997 war er mehrere Mal mit McCain dort gewesen. Scheunemann war Exekutivdirektor des "Komitees für die Befreiung des Irak" und arbeitete in den 1990ern eng mit Ahmed Chalabi zusammen, um die USA in die Invasion des Irak hineinzumanövrieren. Danach mobilisierte er in verschiedenen Ländern des "Neuen Europa" für eine Unterstützung der Invasion und dafür, diese die Länder zum NATO-Beitritt zu bewegen. Das "Committee for the Liberation of Iraq" wurde von PNAC – "Projekt für das neue Amerikanische Jahrhundert" gegründet. Scheunemann war zusammen mit Robert Kagan, William Kristol und den anderen "Chickenhawks" der Cheney-Truppe Gründungsmitglied von PNAC.
In einer Rede in Erie, Pennsylvania,am 11. August hatte McCain u.a. bei seinen Angriffen auf Rußland darauf hingewiesen, Georgien sei eines "der ersten Länder gewesen, in denen das Christentum als offizielle Religion angenommen worden war". Das Schicksal Georgiens sollte "die Amerikaner von größter Sorge erfüllen."
Solle McCain sich weiterhin für eine Konfrontation mit Rußland um Georgien einsetzen, so Lyndon LaRouche, könne ihn das die Wahlen kosten. Die Bevölkerung der USA habe die Nase voll von Cheney-Methoden. McCain sei sich darüber offenbar noch nicht im klaren.