19. Dezember – Die indische Finanz- und Handelsmetropole Mumbai, deren Bevölkerung sich bis zum Jahr 2020 vermutlich auf 30 Millionen erhöhen wird, braucht dringlichst eine neue leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur. Das veraltete Bahnsystem der Region Mumbai ist so überlastet, daß bereits heute tagtäglich 17 Passagiere sich je einen Quadratmeter Fläche in den Zügen teilen müssen. Daher will die Regierung des indischen Bundeslandes Maharashtra ein regionales Bahnsystem auf Magnetbahngrundlage errichten, das den Hafen Mumbais mit sämtlichen Stadtteilen verbindet. Als Vorbild hat man sich die Ausbaupläne Shanghais genommen, wo die weltweit bisher erste kommerzielle Strecke mit dem deutschen Transrapid betrieben wird. In Mumbai sollen 7,5 Milliarden Dollar investiert werden in bis zu sechs Magnetbahnstrecken mit einer Länge von 22 bis 40 Kilometern Länge
Tehran Times schrieb heute, unter den angestrebten künftigen Investitionsprojekten der deutschen Industrie im Iran sei das größte eine Magnetschwebebahntrasse zwischen der Hauptstadt Teheran und der Stadt Mashad im Nordosten. Die Baukosten lägen bei 9,14 Milliarden Dollar, schrieb die Zeitung über das Projekt, zu dem im Frühjahr 2007 bereits eine Machbarkeitsstudie vereinbart wurde.
Auch in Bayern ist nun endlich die Anregung der BüSo, daß die Freunde des Transrapids sich engagierter in der Öffentlichkeit einsetzen und das Feld nicht länger den projektfeindlichen Populisten um den Münchner OB Ude überlassen, aufgegriffen worden. Am 17. Dezember stellte sich in München die von Industrie und Handelskammern getragene nichtparteiliche Initiative "Bayern für Transrapid" vor. Sie wird in den Medien und über öffentliche Veranstaltungen Argumente für die Magnetschwebetechnik vortragen – auch mit Blick auf die Chancen, die sich dem Transrapid auf Exportmärkten bieten. Die bayerische Landesregierung forderte am 18. Dezember ein Bundesgesetz zur rechtlichen Absicherung von Transrapidprojekten wie dem in München.