Trump schickt Witkoff nach Moskau und Driscoll nach Kiew

26.11.2025
Trump schickt Witkoff nach Moskau und Driscoll nach Kiew root 26.11.2025

Am 25.11.25 schrieb US-Präsident Donald Trump auf Truth Social,  dass der „ursprüngliche 28-Punkte-Friedensplan, der von den Vereinigten Staaten entworfen wurde, mit zusätzlichen Beiträgen beider Seiten verfeinert wurde und nur noch wenige Punkte umstritten sind. In der Hoffnung, diesen Friedensplan zum Abschluss zu bringen, habe ich meinen Sonderbeauftragten Steve Witkoff angewiesen, sich mit Präsident Putin in Moskau zu treffen, während gleichzeitig mein Armeeminister Dan Driscoll mit den Ukrainern zusammentreffen wird.“ Ein Treffen mit Selenskij ist laut Trump erst geplant, wenn das Friedensabkommen „endgültig ist oder sich in der Endphase befindet“.

Dies geschah einen Tag, nachdem einerseits berichtet wurde, dass Driscoll in Abu Dhabi mit russischen Militärs zusammenkam, und andererseits die von Kiew gebilligten sogenannten „19 Punkte“ in den westlichen Medien als einzige Option angepriesen wurden. US-Außenminister Marco Rubio und sein Verhandlungspartner vom 24. November, der Leiter des ukrainischen Präsidialamtes Andriy Yermak, wurden als diejenigen dargestellt, die den Verhandlungsprozess übernommen hätten. Doch Trumps Ankündigung scheint Witkoff und Driscoll und nicht Rubio die Verantwortung zuzuweisen.

Der Sprecher der US-Armee, Oberstleutnant Jeffrey Tolbert, sagte laut ABC News, dass Driscoll und sein Team „am späten Montag und den ganzen Dienstag“ (24.–25. November) mit russischen Vertretern Gespräche geführt hätten, um einen „dauerhaften Frieden“ in der Ukraine zu sichern. Er fügte hinzu, dass Driscoll während der Verhandlungen weiterhin „eng mit dem Weißen Haus und anderen nationalen Sicherheitsbehörden zusammenarbeitet“. Moskau lehnt solche Treffen nicht ab, erkennt sie jedoch nicht als tatsächliche Verhandlungen an. Diese müssten ihrer Meinung nach über offizielle Kanäle wie das Außenministerium geführt werden, wie es bei den Vorbereitungen für den Gipfel im August in Alaska der Fall war. Andernfalls sei man fest entschlossen, die Angelegenheit in der Ukraine mit militärischen Mitteln zu regeln.

Vor Trumps Ankündigung berichtete der Leiter des ukrainischen Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates, Rustem Umerov, am 25. November über das Treffen zwischen den USA und der Ukraine tags zuvor: „Unsere Delegationen haben eine gemeinsame Einigung über die wichtigsten Punkte des in Genf diskutierten Abkommens erzielt. Wir erwarten, dass der Besuch des ukrainischen Präsidenten in den Vereinigten Staaten noch im November organisiert wird, um die letzten Schritte abzuschließen und eine Einigung mit Präsident Trump zu erzielen.“ Die Annahme ist, dass sich die Ukraine und die USA nun auf einen Friedensvertrag einigen und Selenskij und Trump einige Fragen klären werden, woraufhin Moskau reagieren muss. Trumps Ankündigung greift diesem Szenario allerdings voraus, wobei derzeit noch unklar ist, welche Vorschläge Witkoff und Driscoll Moskau und Kiew unterbreiten werden.

Quelle: eirna.de

Scroll to Top