Trumps Irankrieg bedroht den Weltfrieden: Für Kooperation mit dem Globalen Süden!

04.04.2026
Trumps Irankrieg bedroht den Weltfrieden: Für Kooperation mit dem Globalen Süden! klaus 04.04.2026

(Flugblatt) – US-Präsident Trump hat sich mit dem unprovozierten, völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen den Iran vollkommen verkalkuliert. Auch nach fünf Wochen Krieg gibt es keinen Regierungswechsel im Iran, dafür dehnt sich der Konflikt auf die ganze Region aus und könnte sich unter Umständen bis zum Einsatz von Nuklearwaffen steigern. Das heißt, wir stehen schon jetzt potenziell am Rande eines dritten Weltkriegs, der alles Leben auf diesem Planeten auslöschen könnte. Der Iran hat seine Schlussfolgerungen aus Trumps wiederholten Täuschungsmanövern gezogen und sitzt mit der Blockade der Straße von Hormus am längeren Hebel.

Als Folge dieses völkerrechtswidrigen Krieges droht die Weltwirtschaft in eine Depression abzustürzen.

Wir dürfen nicht auf die westliche Narrative über den Iran hereinfallen, denn in Wirklichkeit geht es um etwas ganz anderes. Die Nationen des Globalen Südens sind entschlossen, sich endgültig aus der 500jährigen Geschichte des Kolonialismus zu befreien. Der kollektive Westen, der so kollektiv gar nicht mehr ist, ist aber entschlossen, den Aufstieg der BRICS-Staaten, die längst für die globale Mehrheit stehen, zu verhindern – darum geht es wirklich in Venezuela, Kuba, Ukraine, Taiwan, jetzt Iran, und bald mehr.

In Europa hat bisher nur die spanische Regierung eine klare Position bezogen. Sie hat den Angriffskrieg gegen den Iran eindeutig verurteilt und den USA die Überflugrechte über Spanien sowie die Nutzung der US Basen für den Angriff gegen den Iran unter sagt. Wir müssen in Deutschland genau das Gleiche tun und den USA die Nutzung der Air Base in Ramstein für diesen Krieg verweigern, wenn wir nicht Kriegspartei sein und damit legitimes Angriffsziel für den Iran werden wollen.

Aber in dieser extrem weit fortgeschrittenen Lage ist es nicht genug, nur gegen den Krieg zu sein: Wir brauchen eine konstruktive Lösung. In Zeiten thermonuklearer Waffen kann der Krieg kein Mittel der Konfliktlösung mehr sein. Wir brauchen eine neue Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur in der Tradition des Westfälischen Friedens, die die Interessen jedes einzelnen Staates auf diesem Planeten berücksichtigt: Der neue Name für Frieden heißt Entwicklung!

Wir müssen ein Entwicklungsprogramm für die gesamte Region auf die Tagesordnung setzen. Von Indien bis zum Mittelmeer, vom Kaukasus bis zum Golf muss die gesamte Region durch einen „Oasenplan“ entwickelt werden. Da Gesamtsüdwestasien so gut wie ausschließlich aus Wüste besteht, müssen wir Kanäle bauen – vom Mittelmeer und dem Roten Meer zum Toten Meer – und durch die Entsalzung großer Mengen von Meerwasser umfangreiche Bewässerungsanlagen schaffen, die die Wüste begrünen. 

China hat in Xinjiang und im Nordosten Chinas demonstriert, dass es möglich ist, Wüsten in Wälder, in landwirtschaftliche Anbaugebiete, in Obstplantagen und touristische Ausflugsziele zu verwandeln, wobei die  bisher arme Bevölkerung zu Bürgern mit einem guten Einkommen werden. Genau diese Methode muss jetzt angewandt werden, um Gesamtsüdwestasien, einschließlich Afghanistan, Irak, Syrien, Jemen, Libanon, Palästina, Israel etc. zu entwickeln und durch neue Entwicklungskorridore, die an den Chi na-Pakistan-Entwicklungskorridor und den  Nord-Süd-Transportkorridor von St. Petersburg bis Indien anknüpfen, eine gemeinsame Entwicklungsperspektive zu schaffen. Damit  kann Südwestasien an die Tradition der alten Seidenstraße anknüpfen und wieder zu  einem Knotenpunkt für den Handel zwischen  Asien, Afrika und Europa werden. 

Sie denken, dass das nicht realistisch ist?  Die Hände in den Schoß zu legen und zuzusehen, wie die Katastrophe ihren Lauf  nimmt, nützt auf jeden Fall nur den Kriegstreibern, dem militärisch-industriellen Komplex und ihren Aktionären. Alle friedliebenden Kräfte der Region und darüber hinaus  müssen sich aktiv für diesen Oasenplan  einsetzen. 

Am Ostermontag, dem 6. April, findet ein globales Online-Krisenforum der Weltbürgerbewegung statt, mit namhaften Vertretern  von Institutionen, Experten, Wissenschaftlern und Künstlern aus aller Welt. Informationen zur Anmeldung und Teilnahme finden Sie hier.

Die internationale Friedenskoalition veranstaltet seit über zwei Jahren ohne Unterbrechung jeden Freitag um 17 Uhr eine internationale Zoom-Konferenz, an der Experten und Friedenskämpfer aus der ganzen Welt  zu den drängendsten Problemen Stellung  nehmen und Aktionen diskutieren. Sie sind  eingeladen, an diesen Treffen jeden Freitag teilzunehmen. 

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