Die Türkei, Jordanien und Syrien einigten sich bei einem Treffen ihrer Verkehrsminister am 7. April im jordanischen Amman auf die Entwicklung eines gemeinsamen Nord-Süd-Handels- und Verkehrskorridors. Der türkische Verkehrs- und Infrastrukturminister Abdulkadir Uraloğlu, sein jordanischer Amtskollege Nidal Qatamin und der syrische Verkehrsminister Yarub Badr unterzeichneten eine trilaterale Absichtserklärung zur Zusammenarbeit im Verkehrsbereich, um die regionale Anbindung zu stärken und den Handel entlang eines wichtigen Nord-Süd-Korridors zu fördern, der Land-, Schienen- und Seeverkehre umfasst.
„Dies ist nicht nur ein technisches Treffen zum Thema Verkehr, sondern eine starke Willenserklärung zum Wohle unserer Völker und zur regionalen Entwicklung“, sagte der türkische Minister Uraloğlu nach dem Treffen. Uraloğlu betonte die strategische Bedeutung der Schaffung eines voll funktionsfähigen Nord-Süd-Verkehrskorridors, der durch eine modernisierte Straßen- und Schieneninfrastruktur gestützt wird. Er verwies auf die Wiederbelebung der Hedschas-Eisenbahn – ursprünglich vom osmanischen Sultan Abdulhamid II. erbaut und 1908 eingeweiht, um Istanbul mit Mekka, Medina, dem Jemen und Damaskus zu verbinden – unter Berücksichtigung moderner Standards. Gleichzeitig hat der Ausbau neuer Schienenverbindungen zwischen den drei Ländern Priorität.
Die Absichtserklärung bezieht sich auch auf den Seeverkehr durch den Ausbau der Mittelmeerhäfen Syriens und der Türkei. In seiner Erklärung wies Uraloğlu ferner auf die Integration der Seewege hin. Die Mittelmeerhäfen der Türkei und Syriens sowie das Rote Meer über den Golf von Akaba könnten „als Land-See-Brücke“ dienen, um Güter aus dem Norden zum Roten Meer und darüber hinaus zu transportieren.
Im Anschluss an das Treffen werden voraussichtlich nächste Woche technische Delegationen nach Saudi-Arabien reisen. Dies ist Teil umfassenderer Bemühungen, die Konnektivität auf der gesamten Arabischen Halbinsel auszubauen und diese mit Zentralasien und Europa zu verbinden.
Bei ihrer Rede beim EIR-Dringlichkeitsforum am 6. April: „Dialog der Zivilisationen: Ist es noch Zeit, um zu verhindern, dass der Krieg gegen den Iran zu einem globalen Atomkonflikt eskaliert?“ stellte die Gründerin des Schiller-Instituts, Helga Zepp-LaRouche, den Oasenplan des Instituts für die Entwicklung des vom Krieg zerrütteten Südwestasiens vor. Sie wies auf die Notwendigkeit hin, eine Verkehrs- und Eisenbahninfrastruktur zu schaffen, um die Region sowohl intern als auch mit Eurasien und Afrika zu integrieren.
Quelle: eirna.de