Über 1,000 Menschen fliehen vor den Überschwemmungen, die den mittleren Westen der USA in Folge des Tropensturmes Erin heimsuchen. Die Überschwemmungen verschlimmern sich durch das überaltete Deichsystem, bestes Beispiel dafür sind die brechenden Deiche entlang des Des Moines-Flusses in Iowa. Laut Sprechern des Katastrophenschutzes (Emergency Management) wurden diese Deiche schon durch Sandsäcke verstärkt, jedoch ist es fraglich, ob dies reicht, um die Deiche vom Kollabieren abzuhalten.
Auch die fünf Deiche, die die Stadt East St. Louis, IL, schützen, sind bedroht. Die Deiche wurden vor 70 Jahren durch die öffentlichen Arbeitsdienste der Rooseveltära errichtet und in den letzten Jahren kaum instandgehalten. Die New York Times vom 23. August berichtet, daß fünf Deiche nicht den Mindestanforderungen für Hochwasserschutz der Bundeskatastrophenschutzbehörde FEMA entsprechen und daher von den Karten, die hochwassergefährdete Regionen kennzeichnen, genommen werden. FEMA wird die Region als ungesicherte Flußebene einstufen. Die Deiche fielen bei Wasserdurchsickerungstests durch, die das Arméecorps der Ingenieure seit Hurrikan Katrina durchführte. Durchsickerung von Wasser kann die Stabilität von Deichen unterminieren.
Allein in einem Landkreis von Ohio wurden durch die Überschwemmungen mehr als 700 Häuser schwer beschädigt oder zerstört. Der Gouverneur von Ohio Ted Strickland erklärte für neun Kreise den Notstand. Andere stark betroffene Staaten sind Iowa, Oklahoma, Texas, Missouri und Minnesota.
29 Menschen kamen seit Montag, als das Hochwasser kam, in den Fluten um.