Umfassende Nuklearkooperation zwischen Russland und Indien

04.12.2009
Umfassende Nuklearkooperation zwischen Russland und Indien admin 04.12.2009

Russland und Indien einigten sich am 2. Dezember auf eine umfassende Übereinkunft,  um die zivile Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Nuklearenergie auszuweiten. Sie soll unterzeichnet werden, wenn der indische Premierminister Manmohan Singh am 6.-8. Dezember Moskau besucht, so berichtete die indische Zeitung The Hindu gestern. Damit wird sichergestellt, dass kein laufendes Kernkraftprojekt oder Uranbrennstoff-Lieferungsabsprache gestoppt wird, falls die bilaterale Zusammenarbeit aus irgendeinem Grund beendet würde – im Unterschied zum amerikanisch-indischen "123"-Abkommen.

Indien plant, seine nuklearen Kapazitäten bis zum Jahr 2032 auf 63.000 MW auszuweiten – vom momentanen Niveau von 4.120 MW. Russland baut gegenwärtig vier Kernkraftreaktoren in Tamil-Nadu; zwei weitere sind in Haripur/West-Bengalen geplant.

Außerdem erneuert Russland gegenwärtig sein Abkommen mit der Ukraine für eine strategische Kooperation im Kernenergiebereich bis 2020.

Während seiner gestrigen Internetdiskussion mit russischen Bürgern bestätigte der russische Ministerpräsident Putin, Russland habe "ehrgeizige Pläne zur Entwicklung des Kernkraftbaus". In der sowjetischen Zeit seien insgesamt 35-38 Kernkraftwerke fertiggestellt worden. In den nächsten zehn Jahren sei geplant, 30-32 Kernkraftwerke zu bauen.

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