Der ungarische Außenminister Peter Szijjarto warnte am 10. November während eines Besuchs in Litauen, dass die baltische Region ein sehr wahrscheinlicher Brennpunkt für den Dritten Weltkrieg werden könnte. „Die größte Verantwortung liegt hier. Die fragilste Situation ist hier. Und jeder Fehler, jede falsche Entscheidung oder jedes Missverständnis kann hier katastrophale Folgen für die ganze Welt haben, denn die größte Gefahr eines direkten Konflikts zwischen der NATO und Russland besteht immer hier. Es gibt keinen anderen Bereich, in dem NATO- und russische Truppen in jeder Hinsicht so nah beieinander stationiert sind,“ sagte er bei einem Treffen mit ungarischen Piloten auf dem Luftwaffenstützpunkt Siauliai, wie der Fernsehsender M1 laut TASS berichtete.
Szijjarto äußerte sich besorgt über die „militärische Psychose“ in Europa, wo einige glauben, dass eine Atommacht wie Russland „durch Waffenlieferungen an ein Drittland“, d.h. die Ukraine, besiegt werden könne. Damit spielte er offenbar auf die Äußerungen des schwedischen Premierministers Ulf Kristersson am 7. November in Tallinn an, wo dieser erklärte: „Wir hatten noch nie eine größere Kontrolle über die Ostsee.“ Und: „Schweden, Estland und andere Länder der Europäischen Union müssen sich auf eine langfristige Isolation Russlands vorbereiten“. Nach Szijjartos Worten sei das völlig falsch.
Quelle: eirna.de