Es ist offensichtlich: der einzige Weg, die gigantische Herausforderung und die Bedrohung für die Zukunft der gesamten Menschheit zu stemmen, ist ein völlig neues Denken: Wir brauchen sofort ein globales Gesundheitssystem in allen Ländern der Welt, vor allem aber ein Crashprogramm für die Entwicklungsländer! Dazu müssen alle industriellen Kapazitäten weltweit eingesetzt, umgerüstet und neu entwickelt werden, denn es ist sonnenklar, daß sich diese Pandemie in den von jahrzehntelanger Unterentwicklung geschwächten Nationen rapide ausbreiten wird. Es handelt sich um eine Bedrohung für die ganze Menschheit und kann deshalb auch nur auf dieser Ebene angepackt werden.
China hatte am 7.4. keinen neuen Todesfall zu verzeichnen und nur 32 Neuinfektionen innerhalb eines Tages – alles Reisende aus dem Ausland. Nach über zweieinhalb Monaten werden am selben Tag die letzten Beschränkungen für die elf Millionen Einwohner Wuhans aufgehoben – der Verkehr wird normalisiert, der Flugverkehr wieder aufgenommen. Währenddessen sind in Frankreich innerhalb von 24 Stunden 833 Menschen an COVID-19 verstorben, so viel wie bisher noch nie in dem Land seit Beginn der Pandemie.
Es ist offensichtlich, daß China im Unterschied zum Westen nicht nur „einiges“ richtig gemacht hat, sondern genau den richtigen Weg gegangen ist: mit rigider Abschottung und Quarantäne und einer gleichzeitigen, beispiellosen Mobilisierung – dem Bau neuer Krankenhäuser, der Mobilisierung des Gesundheitspersonals, massiver Forschung und vor allem dem Hochfahren der Produktion der nötigen medizinischen Materials. Diese Kapazitäten kommen jetzt aller Welt zugute. China war dazu jedoch nur in der Lage, weil es seit 1975 den Weg konsequenter technologischer und wissenschaftlicher Entwicklung gegangen ist und damit 800 Millionen Menschen aus der Armut herausgeholt hat. Und mit der Neuen Seidenstraße hat China seit 2014 wesentlich dazu beigetragen, vielen Ländern der Welt eine ebensolche Perspektive zu geben. Jetzt hat die von China gegründete Asiatische Infrastruktur-Investitionsbank angekündigt, an Mitgliedstaaten mindestens 5 Mrd.$ für den Aufbau der öffentlichen Gesundheitsinfrastruktur zu leihen, zusätzlich zu den Summen, die im Rahmen bereits bestehender Programme vergeben werden. Das wird natürlich keineswegs reichen, weist aber in die richtige Richtung.
Die internationale Kooperation aller Nationen für die gemeinsame Zukunft der Menschheit ist jetzt mehr denn je der Schlüssel, im Alleingang wird es nicht funktionieren. Das ist das Thema der internationalen Internetkonferenz des Schiller-Instituts am 25./26. April: „Die Existenz der Menschheit hängt jetzt von der Schaffung eines neuen Paradigmas ab!“ Diese Frage betrifft wirklich jeden – ob alt oder jung, ob in einer Partei oder nicht. Hier können Sie sich direkt anmelden.
Wir brauchen jetzt eine umfassende Diskussion in allen Bereichen der Gesellschaft darüber, wie wir diese große Herausforderung gemeinsam lösen können. Das egoistische und hedonistische Menschenbild des Neoliberalismus, ebenso wie der bösartige Malthusianismus, demzufolge es sowieso „zu viele Menschen“ gäbe, müssen weg. Mit einer Renaissance der Kreativität des menschlichen Geistes, mit wissenschaftlichen Innovationen und mit einem gigantischen Weltaufbauprogramm können wir es schaffen! Bitte helfen Sie mit und machen Sie unsere Ideen und Aktivitäten bekannt.